Brandstiftung

Nach Feuer in Kirche in Garbsen Belohnung ausgesetzt

Bei dem Großbrand in der Nacht zum Dienstag war ein Schaden von mindestens einer Million Euro entstanden. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Die Stadt will eine Belohnung für Hinweise aussetzen.

Hannover/Garbsen. Nach einem Brand in einer evangelischen Kirche in Garbsen bei Hannover hat die Polizei noch keinen Hinweise auf die Täter. „Wir haben den Verdacht der Brandstiftung. Eine Selbstentzündung kommt nicht Frage“, sagte Sprecherin Anja Gläser von der Polizei Hannover am Mittwoch. Bei dem Feuer in der Nacht zum Dienstag brannte die Willehadi-Kirche bis auf die Grundmauern nieder. Der Schaden wird nach Angaben des Kirchensprengels auf mindestens eine Million Euro geschätzt.

Im Garbsener Stadtviertel Auf der Horst wurden seit Januar 31 Brände gelegt, sagte Gläser. Meist habe es sich um angezündete Müllcontainer gehandelt. In fünf Fällen seien es aber Brandstiftungen in Mehrfamilienhäusern und einem Geschäftsgebäude gewesen.

Die Stadt will nach dem Kirchenbrand eine Belohnung von 6000 Euro für Hinweise zur Ergreifung des Täters aussetzen, sagte Sprecher Benjamin Irvin. Es gebe auch noch Gespräche mit der Versicherung der Kirche. „Wir gehen davon aus, dass es am Ende über 10.000 Euro sein werden.“

Außerdem sollen drei bis vier Streetworker eingesetzt werden, um in dem Stadtteil eine Problemgruppe von 20 jungen Leuten zu erreichen. „Die kommen aus Kriegsgebieten, die haben traumatische Erfahrungen. Die haben den Anschluss hier nie gefunden.“ Der Beschluss dazu hätten Stadt und Region Hannover aber schon vor dem Brand gefasst.

Polizeisprecherin Gläser betonte, dass es für Mutmaßungen über die Täter noch viel zu früh sei. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagte sie. Bereits jetzt bestimmte Gruppen als Tatverdächtige einzuschätzen, sei „Spekulation“.

( (dpa) )

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