Entführung

Sohn aus Münsterland entführt – Spuren in den Iran

Vreden/Borken. Ein kleiner Junge, der vor einem Monat von seinem Vater aus dem Münsterland entführt wurde, ist nun offensichtlich im Iran. Wie die Polizei Borken am Freitag mitteilte, erhielt die Mutter des kleinen Elias aus Vreden mehrere SMS mit dem Inhalt: „Ich bin im Iran. Mir geht es gut.“ Die Vorwahl des Absender-Handys gehörte zum Nahost-Land. Seine Besitzerin hatte das Telefon nach eigenen Angaben in Teheran kurz einem Unbekannten ausgeliehen. Der deutsche Botschafter will jetzt die iranischen Behörden einschalten.

Die Polizei ermittelt derweil gegen eine 38-Jährige, die zugegeben hat, bei der Entführung des Trennungskindes geholfen zu haben. Sie sagte, man habe Elias vorgelogen, dass man zum Freizeitpark Legoland fliegen wolle. Nach Erkenntnissen der Polizei hat der Vater den Sechsjährigen stattdessen im Flugzeug nach Ankara gebracht. Die Eltern sind geschieden und hatten bisher ein gemeinsames Sorgerecht.