Amtsgericht Neustrelitz

Feuerwehrmann lässt Brandstifter-Prozess platzen

Neustrelitz. Der Prozess wegen Brandstiftung gegen einen Feuerwehrmann aus dem Kreis Mecklenburg-Strelitz ist geplatzt. Der Angeklagte blieb am Dienstag der Verhandlung im Amtsgericht Neustrelitz fern. „Er hat das am Montagabend per Fax dem Gericht und mir mitgeteilt“, sagte sein Verteidiger Uwe Pagel am Dienstag im Amtsgericht. Das Gericht will den 22-Jährigen jetzt „mit geeigneten Mitteln nach Neustrelitz holen“, sagte ein Gerichtssprecher. Ein neuer Prozess sei aber erst in einigen Tagen möglich, da der Mann auf einem Bauernhof bei Osnabrück in Niedersachsen arbeite. Er gab an, wegen Urlaubs des Besitzers jetzt dort nicht weg zu können.

Der 22-Jährige muss sich im Zusammenhang mit einer Brandserie im Jahr 2009 im Kreis Mecklenburg-Strelitz vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, mindestens einen Brand dieser Serie selbst gelegt zu haben. Die Verantwortung für die anderen Brände hat der Mann laut Polizei bisher bestritten. Dabei soll er im Juli 2009 eine große Strohmiete in Schwichtenberg angesteckt haben. Das Stroh verbrannte, ein Übergreifen der Flammen auf einen großen Stall mit Kälbern konnte von der Freiwilligen Feuerwehr Schwichtenberg knapp verhindert werden. Damals war der Beschuldigte selbst Mitglied dieser Feuerwehr.