Vorwurf des Hausfriedensbruchs

Keks-Diebstahl: "Die Grenze der Vernunft überschritten"

abendblatt.de

Verteidiger fordert Einstellung des Verfahrens. 52-Jähriger soll Kekse aus einem Müllcontainer einer Bäckerei genommen haben.

Lüneburg. Im sogenannten Keks-Prozess gegen einen 52 Jahre alten Mann vor dem Lüneburger Landgericht hat die Verteidigung erneut die Einstellung des Verfahrens gefordert. Die Grenze der Vernunft sei überschritten, sagte Anwalt Martin Lemke heute. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 52-Jährigen in dem Berufungsverfahren Hausfriedensbruch vor. Er soll Kekse aus einem Müllcontainer eines eingezäunten Bäckereigeländes genommen haben. Ein Schaden sei dabei nicht entstanden, sagte der Anwalt. Um mögliche Zeugen zu finden, sind nach Angaben der Verteidigung Interpol und das Bundeskriminalamt eingeschaltet worden.

+++ Der Keks-Dieb entschuldigt sich bei der Konditorei +++

+++ Abgelaufene Plätzchen: Die Lüneburger Keks-Akte +++

In dem Prozess geht es nicht um die Frage, ob das Entnehmen abgelaufener Lebensmittel aus dem Abfall legal ist. Mit einem Urteil für heute wurde zunächst nicht gerechnet. (lni)

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