WM-Auslosung in Kapstadt

Bombendrohung vor Auslosung: Hamburger festgenommen

Zwei Männer hatten behauptet, Sprengstoff bei sich zu tragen. Bei einem Festgenommenen handelt es sich um einen Fotografen aus Hamburg.

Kapstadt. Wenige Stunden vor der Gruppenauslosung für die Fußball-WM 2010 haben zwei Bombendrohungen kurzzeitig für Aufregung in Kapstadt gesorgt. Am internationalen Flughafen der Stadt und im International Congress Centre, wo am Abend die WM-Vorrunde ausgelost wird, wurde jeweils eine Person festgenommen. Die Männer hatten behauptet, explosives Material bei sich zu tragen, berichtete Polizeisprecher Vish Naidoo. Bei dem am Kongresszentrum Festgenommenen soll es sich um einen 68 Jahre alten deutschen Fotografen aus Hamburg handeln, der in Kapstadt lebt.

Bei den sofort eingeleiteten Untersuchungen der Polizei wurde kein Sprengstoff gefunden. Offensichtlich hatte es sich um schlechte Scherze gehandelt. Die Verursacher der falschen Bombenalarme wurden festgenommen. Ihnen drohen nach südafrikanischem Recht Haftstrafen. Der Eingang des Kongresszentrums war für etwa eine Stunde gesperrt. Evakuiert werden musste das Gebäude nicht. Die Polizei sicherte die Stelle mit Suchhunden, an der der Täter seinen Rucksack mit der vermeintlichen Bombe platziert hatte. Nach seiner gegenüber Sicherheitskräften geäußerten Drohung hatte er den Rucksack abgelegt und versucht zu fliehen.

Am Abend werden in Kapstadt die Vorrundengruppen des WM-Turniers 2010 in Südafrika ausgelost. Es werden dazu zahlreiche prominente Vertreter aus der Welt des Sports und hochrangige Politiker Südafrikas, darunter Staatspräsident Jacob Zuma erwartet.

( (dpa) )

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