Kriminalität in Hamburg

30 Prozent weniger Straftaten als vor zehn Jahren

Die Kriminalität in Hamburg ist seit 2001 um fast 30 Prozent gesunken. Doch in keiner anderen Stadt werden so wenige Verbrechen aufgeklärt.

Hamburg. Die Kriminalität in Hamburg ist in den vergangenen zehn Jahren um fast 30 Prozent zurückgegangen. „Wir haben in diesem Zeitraum einen Rückgang von 94.000 Straftaten“, sagte Polizeipräsident Werner Jantosch bei der Präsentation des Polizeiberichts 2010 am Dienstag im künftigen Hamburger Polizeimuseum, das im Herbst 2012 eröffnet werden soll.

Noch 2001 habe Hamburg die Liste der Städte mit den meisten Straftaten angeführt, nun liege die Hansestadt bei dieser Statistik im Mittelfeld, so Jantosch.

Allerdings sind die Chancen, einen Straftäter zu überführen, nirgendwo in Deutschland so schlecht wie in Hamburg. Die Aufklärungsquote von Verbrechen liegt in Hamburg bei 46,2 Prozent. Der Bundesdurchschnitt beträgt 56 Prozent.

Auch bei Einbruchsdelikten hat Hamburg seit 2006 steigende Zahlen zu vermelden. Vor fünf Jahren wies die Polizeistatistik hier 4733 Taten aus. 2010 waren es schon 7536 Einbrüche - ein Plus von fast 60 Prozent. Immerhin 210 Wohnungseinbrecher hat die Polizei im Jahr 2010 fassen können.

Eine weitere Großbaustelle der Polizei: Autobrandstiftungen. Zwar verzeichneten die Beamten lediglich ein Plus von zwölf Taten gegenüber 2009, doch die Zahl der zerstörten Fahrzeuge stieg von 185 auf 297. Der Grund: Häufiger als in den Jahren zuvor zündeten die Täter mehrere Autos gleichzeitig an. Um die Täter, die nach Polizeierkenntnissen zum überwiegenden Teil aus Lust an der Zerstörung agieren, fassen zu können, hat die Polizei eine Arbeitsgruppe gebildet.

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