Hamburg

So verbringen Hens, Asamoah und Co. die Weihnachtstage

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Camilla John und Nina Holley

Foto: laible-joost

Asamoah, Ebbers, Hens, Sandström und Co. erzählen im Hamburger Abendblatt, worauf sie sich an Weihnachten besonders freuen.

St. Pauli/Norderstedt. Wer glaubt, dass diese Sportler die Kugeln am Weihnachtsbaum am liebsten durch die Gegend kicken würden oder den perfekten Wurf üben wollen, der irrt. Für die Fußball-Profis des FC St. Pauli gilt ebenso wie für die HSV Handball-Spieler nur eine Maxime zum Fest: Entspannung. Wenn sonst ausgewogene Ernährung auf dem strikten Plan der Sportler steht, darf in diesen Tagen auch mal bei Stollen und Gans zugeschlagen werden.

Daher steht eins für die meisten Kiezkicker im Vordergrund, wie Linksverteidiger Bastian Oczipka sagt: „Am meisten freue ich mich darauf, endlich wieder Muttis Küche zu genießen. An Weihnachten gibt es meistens Sauerbraten mit Knödeln bei uns zu Hause in Bergisch-Gladbach.“

Mittelfeldspieler Florian Bruns fährt ebenfalls in die Heimat: „Es geht zu meinen Eltern nach Bad Zwischenahn.“ Dann werde er faulenzen, ausschlafen und Freunde treffen.

Für Ersatztorhüter Benedikt Pliquett, der mit seiner Freundin, seinen Eltern und Großvätern in Hamburg feiert, gibt es nur eins, was zählt: „Für mich ist es das Wichtigste, dass wir in diesen Tagen alle zusammen sind, das ist die Hauptsache.“

Anders als bei den Kinderlosen ist bei den Vätern Timo Schultz und Gerald Asamoah mehr los. „Seit wir Kinder haben, ist das Essen in den Hintergrund getreten, denn es dreht sich alles um deren Freude und Vorfreude“, so Schultz, der mit Ehefrau Mareelke, Tochter Hannah und Söhnchen Paul in die ostfriesische Heimat fährt. „Wir gehen in den Kindergottesdienst, packen Geschenke aus, die Kerzen am Baum werden angezündet.“

An Weihnachten ist richtig was los, wir tanzen viel, und meine Tanten kochen afrikanische Gerichte. (Gerald Asamoah)

So ähnlich, aber gut vorstellbar etwas lauter, feiert Gerald Asamoah, Vater von Zwillingen. „An Weihnachten kommt in meinem Haus in Gelsenkirchen immer die Familie zusammen, das sind dann so 45 Leute, davon mindestens 20 Kinder. Da ist richtig was los, wir tanzen viel, es gibt Musik und meine Tanten kochen unterschiedliche traditionelle afrikanische Gerichte.“

Das Ehepaar Ebbers mag es besinnlich, wie Stürmer Marius Ebbers erzählt: „Ich freue mich auf Weihnachten, wenn meine Frau Sonja und mein Sohn Jonah und ich zu unseren Familien nach Essen fahren, aber ich wünsche mir eigentlich nichts, denn ich bin wunschlos glücklich.“

Auch HSV-Handballer Pascal Hens hat keine Wünsche. Er freut sich über seinen ersten, sechs Monate alten Nachwuchs – Sohn Noah Ben. „Der kleine Wurm bringt die Familie noch mehr zusammen“, sagt der Kapitän. Zusammen mit seiner Frau Angela und der Familie wird in Hamburg gefeiert, der Schwiegervater kauft für das Essen ein. „Es gibt auf jeden Fall ein großes Tier, das für zehn Personen reicht.“

Lammkeule mit Kartoffeln und Soße wird bei HSV-Kollege Hans Lindberg serviert. Seine Familie reist aus Dänemark an. Bislang hat er nur vage Pläne, was er mit ihr unternehmen möchte: „Vielleicht gehen wir einen Glühwein trinken.“ Sonst steht für den Rechtsaußen-Spieler joggen auf dem Plan. Denn im Gegensatz zu den FC-St.-Pauli-Kickern klingelt bei den HSV-Handballern am 25. Dezember der Wecker für das Heimspiel gegen Göppingen.

„Deshalb werde ich Heiligabend vormittags trainieren“, sagt Matthias Flohr. Normalerweise feiere er immer mit seiner Familie in seiner Heimatstadt Aachen. Aufgrund des Spiels bleibt er mit seiner Freundin Andrea zu Hause und macht Fleischfondue. „Eine kleine Erinnerung an unsere Tradition zu Hause.“

Nicht in trauter Zweisamkeit, sondern mit der Familie seiner Freundin Nadine feiert Torwart Per Sandström. „Und dann kommt auch noch meine Familie aus Schweden“, sagt er. Relaxte Weihnachtsfeiertage also bei Pelle, Pommes und Co.

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