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Stadtteilreporter: Fahrrad-Parkplatz dringend gesucht

Stadtteilreporterin Michaela Klauer

Foto: Michaela Klauer

Jeder Pfahl wird bereits als Parkplatz genutzt, dabei gibt es in Ottensen ein Parkhaus für Zweiräder - leider bleiben seine Türen aber verschlossen.

Hamburg. Sattel an Sattel quetschen sich die Zweiräder an die heiß begehrten Eisenbügel vor dem Bahnhof Altona. Wer hier in der Gegend einen Parkplatz für sein Fahrrad finden will, der muss erst ziemlich lange suchen. Jede Stange, jeder Pfahl wird als Parkplatz genutzt - und ist meistens schon belegt. Sogar Blumenkästen und Telefonsäulen müssen herhalten, um die Räder anzuschließen. Paradox: das nahe gelegene Fahrradparkhaus bleibt geschlossen.

Das Fahrradparkhaus an der Scheel-Plessen-Straße, hinter dem Mercado-Einkaufszentrum, liegt sehr versteckt. Direkt angrenzend zum Parkhaus für Autos prangt dort an einem Seiteneingang das Schild "Fahrradparkhaus" - nur wenige Meter von den überfüllten Eisenstangen entfernt. Durch das Gitter sieht man ordentlich abgestellte, angeschlossene Drahtesel. Nur herein kommt man leider nicht. Ist das Parkhaus für Zweiräder womöglich überfüllt? Es scheint nicht so. Neben der verschlossenen Tür hängt zwar ein vielversprechender Kasten, drückt man den einzigen Knopf, passiert aber leider gar nichts. Die Tür bleibt verschlossen, das Fahrrad draußen.

Bleibt dem Radler also vorerst nichts anderes übrig, als das Fortbewegungsmittel doch wieder zwischen die anderen zu quetschen.

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