Grüne kritisieren neue Radwege: „Vieles bleibt nur Stückwerk“

Hamburg. Die Ankündigung der Verkehrsbehörde, sämtliche Radwege zu überprüfen, die Radwegestrategie zu forcieren und bei Straßensanierungen den Radstreifen auf der Fahrbahn gleich „mitzudenken“, trifft auf Widerspruch der Grünen-Bürgerschaftsfraktion. Till Steffen, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion, sagt, das Konzept der Stadt bleibe weiterhin „nur Stückwerk“. Selbst wenn jetzt, wie berichtet, Grindelberg und Grindelallee mit einem einheitlichen, 1,7 Kilometer langen Radweg versehen werden, „klafft nach wie vor eine Lücke zwischen Handeln und Reden beim Senat“.

Die Antwort auf eine Kleine Anfrage des Politikers bestätige ihn in dieser Annahme. Aus der Senatsantwort geht hervor, dass nur bei vier der in diesem Jahr geplanten 29 Straßensanierungen ein Radschutzstreifen verwirklicht werden könne, bei vier Straßen wurde der mögliche Radwegebau nicht einmal geprüft. Allerdings verweist der Senat auf den frühen Planungszeitpunkt, weswegen keine Prüfung mehr möglich gewesen sei. Till Steffen aber bleibt dabei: „Wenn der Senat ein schlüssiges Konzept hätte, würde er bei den neuen Radwegen am Grindel die Hoheluftchaussee sinnvoll mit einbeziehen.“