Presserunde zur Radpolitik: Neue Wege oder Wahlkampf-Getöse?

Rotherbaum. Die Fahrrad-Offensive des Senats geht weiter: Die SPD hat angekündigt, dass es 40 neue Stationen des erfolgreichen Leihrad-Systems StadtRAD geben wird. Zudem prüfe man, 18 reine Fahrradstraßen einzurichten, die nur noch von Anwohnern mit dem Auto befahren werden dürfen.

Wegen dieser aktuellen Entwicklungen zeigt der Fernsehsender Hamburg 1 am Sonntag noch einmal die „Hamburger Presserunde“ des Monats Juli zum Thema „Ein Herz für Radler oder nur Wahlkampf-Getöse?“

Abendblatt-Redakteurin Vanessa Seifert diskutiert mit ihren Gästen über neue Wege in der Verkehrspolitik. Klaus-Peter Hesse, Verkehrsexperte der CDU, sagt in der Sendung über die geplanten, autofreien Straßen, die entlang der Außenalster eingerichtet werden sollen: „Das ist und bleibt eine Diskriminierung der Autofahrer. Es darf nicht sein, dass dort Parkplätze wegfallen und der Verkehr in die Nebenstraßen abgedrängt wird.“ Die CDU wolle den Radverkehr durchaus fördern, doch die Zeit sei noch nicht reif für eine solche Maßnahme.

Gernot Knödler („taz“) sieht das anders: „Der Senat sollte Radpolitik endlich ernsthaft zu einem Schwerpunkt machen und damit werben. In Kopenhagen und Amsterdam klappt das auch.“ Oliver Schirg (Abendblatt) plädiert dafür, Ideen einfach erst einmal auszuprobieren. „Wenn es nicht klappt, schafft man es wieder ab.“ Till Steffen, Verkehrsexperte der Grünen: „Schön, dass die SPD die Ideen der Grünen umsetzt – leider mit jahrelanger Verspätung und in abgespeckter Form.“

„Hamburger Presserunde“, So. 21.45 Uhr, Hamburg 1