Anstieg

142.000 Strafzettel für Parksünder in der Hamburger City

Bis Juni sind fast annähernd so viele Strafzettel verteilt worden wie im gesamten vergangenen Jahr. Die Stadt nahm damit 2,4 Millionen Euro ein. „Der SPD-Senat will nur Kasse machen“.

Hamburg. In der Hamburger Innenstadt haben Parksünder in diesem Jahr deutlich mehr Knöllchen erhalten als im Vorjahreszeitraum: Während die 21 Mitarbeiter der Parkraumüberwachung allein von Januar bis Juni dieses Jahres knapp 142.000 Strafzettel verteilten und damit mehr als 2,4 Millionen Euro eingenommen wurden, waren es im gesamten Jahr 2013 nur rund 153.000 Knöllchen und Einnahmen für die Stadt in Höhe von 2,2 Millionen Euro. Das geht aus einer Senatsantwort des FDP-Bürgerschaftsabgeordneten Kurt Duwe hervor.

„Die Zahlen offenbaren ein Desaster“, kritisierte Duwe. Die Auflösung des Bezirklichen Ordnungsdienstes führe zur Einstellung der Ordnungsüberwachung in den Bezirken. „3369 festgestellten Ordnungswidrigkeiten in allen sieben Bezirken stehen unglaubliche 141.954 erfasste Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung in der Hamburger City gegenüber“, sagte er. „Der SPD-Senat will nur durch Knöllchenschreiben Kasse machen, der Rest ist ihm offenbar egal.“

Der stadtentwicklungspolitische Sprecher der Liberalen bemängelt, dass die wenigen verbliebenen Mitarbeiter in den Bezirken nur 25 Stunden Außendienst pro Woche hätten. Kurt Duwe: „So bleibt für das Abzetteln der Autofahrer am Ende die Ordnung in den Bezirken auf der Strecke.“