Kita-Brückenjahr als Übergang zur Schule - ein Erfolgsmodell

450 Kindergärten bieten in Hamburg Vorschularbeit an

Hamburg. Die Hamburger Kita-Träger haben eine positive Bilanz des ersten Hamburger Kita-Brückenjahres gezogen. "Wir konnten viele Eltern davon überzeugen, das letzte Jahr in der Kita zu wählen, und hoffen, dass es noch mehr werden", sagte Franziska Larrá von der Vereinigung Hamburger Kindertagesstätten gestern in Hamburg. Rund 450 Hamburger Kitas orientieren sich seit dem Herbst 2011 erstmals an verbindlichen Eckpunkten und Qualitätskriterien beim Übergang von der Kita in das erste Schuljahr. Hamburg ist das einzige Bundesland, in dem Familien im Jahr vor der Einschulung wählen können, ob ihre Kinder in eine Vorschulklasse wechseln oder weiter die Kita besuchen.

"Im Kita-Brückenjahr werden den Kindern besondere Angebote gemacht und zusätzliche Themen bearbeitet, die für das Kind beim Wechsel an die Schule wichtig sind", sagte Gabi Brasch, Vorsitzende des Fachausschusses Kinder- und Jugendhilfe der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege. Aus der Perspektive des Kindes sei der Übergang in die Schule ein großer und wichtiger Meilenstein. "Wir stärken im Brückenjahr deshalb nicht nur das Selbstbewusstsein der Kinder, sondern vermitteln auch mathematische und naturwissenschaftliche Grundkenntnisse, fördern Sprachkompetenz und Motorik sowie die musische und soziale Kompetenz", sagte Larrá.

Derzeit beteiligen sich 450 von rund 1100 Kindertagesstätten an dem Kita-Brückenjahr. Die Zahl der Kinder, die das letzte Jahr vor der Schule in der Kita verbringen, ist im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben. "Wir konnten jedoch den Trend Richtung Vorschule stoppen und mehr Eltern für das Brückenjahr begeistern", sagte Martin Peters, Referent im Paritätischen Hamburg. Zurzeit gehen rund 60 Prozent der Kinder in eine Vorschule, 40 Prozent bleiben in der Kita.