Nordbank

Die umstrittenen "Omega"-Geschäfte

Offiziell bestätigt wird es nicht, aber die "Pflichtverletzungen" der entlassenen HSH-Vorstände dürften sich vor allem auf die Omega-Geschäfte beziehen. Während "Omega 52" ein Wertpapiergeschäft war, handelte es sich bei "Omega 55" um einen Risikotausch. Damit wollte die HSH bis zum Frühjahr 2008 ihre Bilanz um Risiken erleichtern und Eigenkapital freisetzen, um die Zeit bis zu einer Kapitalspritze durch die Anteilseigner zu überbrücken. So lief es: Ende 2007 verkaufte die HSH über ihre Londoner Niederlassung der französischen Bank BNP Paribas ein Immobilienpaket und erhielt im Gegenzug riskante Wertpapiere, die in der Gesellschaft Omega Capital Funding gebündelt wurden. Sie hätten intern aber nicht als Kredit, sondern als Kreditersatzgeschäft verbucht werden müssen. Als das aufflog, musste der Wert des Pakets um 517 Millionen Euro berichtigt werden. In Folge musste im November 2008 Vorstandschef Hans Berger gehen und wurde durch den bisherigen Finanzvorstand Dirk Jens Nonnenmacher ersetzt.