Neue Möglichkeiten zur Weiterbildung in der Altenpflege

Hamburg. Die Situation in der Altenpflege bleibt angespannt. Während die Zahl der Pflegebedürftigen in Hamburg ständig steigt, fehlt das Personal, das sich ihrer annimmt: Rund 390 Stellen im Altenpflegebereich sind derzeit unbesetzt. Die Stadt, die Hamburger Pflegegesellschaft und die Lawaetz-Stiftung starten jetzt eine Qualifizierungsoffensive: Bis zu 160 Beschäftigte in der Pflege, die schon eine Ausbildung zum Pflegehelfer haben, sollen berufsbegleitend zu qualifizierten Altenpflegern weitergebildet werden.

Vor allem die vielen Gesundheits- und Pflegeassistenten, die sich in dem 2006 eingeführten Beruf haben ausbilden lassen, könnten so mehr Verantwortung im Umgang mit Pflegebedürftigen übernehmen und beruflich leichter aufsteigen. Angesprochen sind aber auch Kranken- und Altenpflegehelfer. Von Vorteil ist für sie, dass sie für die Nachqualifizierung keine Kosten aufbringen müssen, sondern lediglich die Bereitschaft, zusätzlich zu den 30 regulären Wochenarbeitsstunden fünf weitere Stunden zu investieren. Sie können die Ausbildung in zwei Jahren, in Teilzeit in drei Jahren absolvieren.

Für die Umsetzung dieses Konzepts stehen mehr als zehn Millionen Euro zur Verfügung: Der Europäische Sozialfonds zahlt 4,2 Millionen Euro für die Freistellung, die Hamburger Bildungsbehörde 1,2 Millionen für die Schulkosten und die Arbeitgeber sechs Millionen für die praktische Ausbildung.