Wohnungsbau

Zahl der Sozialwohnungen nach Jahren wieder konstant

Im vergangenen Jahr wurde der Bau von 2147 Sozialwohnungen von der Wohnungsbaukreditanstalt (WK) gefördert - 600 mehr als im Vorjahr.

Hamburg. Der Senat hat seine eigenen Ziele im Wohnungsbau übertroffen: Im vergangenen Jahr wurde der Bau von 2147 Sozialwohnungen von der Wohnungsbaukreditanstalt (WK) gefördert - 600 mehr als im Vorjahr. Diese Zahlen präsentierte Stadtentwicklungssenatorin Jutta Blankau (SPD) gestern im Rathaus.

Damit wurden erstmals seit zehn Jahren mehr neue Mietpreisbindungen ausgesprochen als im Bestand verloren gingen. Seit zehn Jahren sinkt der Bestand von Sozialwohnungen in Hamburg kontinuierlich. In den vergangenen zwei Jahren hatte sich die Zahl noch einmal um 3000 auf 95.450 Sozialwohnungen reduziert.

Senatorin Blankau war zufrieden mit den Zahlen, mahnte aber zugleich, nicht nachzulassen. Neben dem Neubau von Sozialwohnungen und dem Ankauf von Sozialbindungen müsse auch der Bestand von 890.000 Hamburger Wohnungen auf dem technisch aktuellen Stand gehalten werden. In 2011 wurden laut Blankau mit einem Programm zum Wärmeschutz mehr als 5400 Wohnungen energetisch modernisiert - 1500 mehr als 2010.

Andy Grote (SPD) nannte die Tatsache, "bereits im ersten Jahr die Zahlen bei den bewilligten Sozialwohnungen und Neubauwohnungen übererfüllt" zu haben, einen "sensationellen Erfolg". Eine genehmigte Wohnung sei zwar noch keine gebaute Wohnung. "Wir sind auf dem Weg zu einem ausgeglichenen Wohnungsmarkt 2011 aber ein großes Stück vorangekommen", so Grote.

Auch die Opposition sieht den Senat auf dem richtigen Weg. "Die Anzahl der Sozialwohnungen geht eindeutig in die richtige Richtung. Endlich kommen wir hier auf einen grünen Zweig", sagte Olaf Duge (GAL). Im sogenannten zweiten Förderweg mit einer Anfangsmiete von acht Euro pro Quadratmeter müsse der Senat sich aber noch stark verbessern, so Duge.