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Streusalz-Notstand: Hamburg streckt jetzt mit Sand

Foto: dpa

In Hamburg wird schon wieder das Streusalz knapp. „Es ist absolut kein Salz mehr auf dem Markt", so der Sprecher der Stadtreinigung.

Hamburg. Um die letzten Reserven zu schonen, streckt die Hamburger Stadtreinigung das Streusalz jetzt mit Sand. „Wir mischen 25 Prozent Salz in den Sand“, sagte der Sprecher der Stadtreinigung, Reinhard Fiedler. Der Salzberg in den 12.000 Tonnen fassenden Lagerhallen war am Vormittag auf nur noch 700 Tonnen zusammengeschmolzen. „Der Sand hat abstumpfende Wirkung“, sagte Fiedler. Salznachschub ist erst für die kommende Woche zu erwarten. Zwei Schiffe sind auf dem Weg nach Hamburg: eins aus Marokko und eins aus Chile.

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"Das Schiff aus Marokko sollte schon Anfang letzter Woche hier sein", sagt Fiedler, "aber es hat sich verspätet. Deswegen sind wir jetzt auch in dieser Notlage." Das Schiff aus Chile hat etwa 60.000 Tonnen Salz geladen, die allerdings größtenteils schon in den Niederlanden gelöscht werden - für Deutschland bleiben nur 10.000 Tonnen. "Und ob wir davon etwas abbekommen, ist noch nicht sicher", so Fiedler. "Alle norddeutschen Straßenmeistereien brauchen dringend Salz, das ist ein Hauen und Stechen."

Andere Bezugsquellen sind nicht in Sicht. „Es ist absolut kein Salz mehr auf dem Markt.“ Auch die Wetteraussichten versprechen noch keine Entspannung: Das Winterwetter soll weitergehen.

( (dpa/smb) )