Kliniken

LBK-Rückkehrer kosteten Stadt bisher 60 Millionen Euro

Fünf Jahre nach der Privatisierung des Hamburger Landesbetriebs Krankenhäuser (LBK) sind noch immer rund 1000 ehemalige Mitarbeiter ohne feste Stelle im Staatsdienst. Sie würden derzeit in verschiedenen Arbeitsbereichen eingesetzt, sagte Personalamtschef Volker Bonorden. Nach Informationen des Radiosenders NDR 90,3 belasten die bisher entstandenen Personalkosten in Höhe von rund 60 Millionen Euro den Hamburger Haushalt stärker als erwartet.

Rund 1600 Asklepios-Beschäftigte hatten bis 2007 von ihrem Sonderrecht Gebrauch gemacht, nach der Privatisierung in den Staatsdienst zurückzukehren. Etwa 600 von ihnen hätten inzwischen eine feste Stelle, erklärte Bonorden. Auch gebe es nach wie vor rund 360 Streitfälle, mit denen sich jetzt das Bundesverfassungsgericht befasse. Dabei handelt es sich um Klinikmitarbeiter des LBK, die nach Auffassung des Personalamts keinen Anspruch auf Rückkehr haben. Bislang arbeite laut Personalamt rund die Hälfte der verbleibenden 1000 Rückkehrer in befristeten Projekten wie Pflegestützpunkten oder Gesundheitschoachings. Die andere Hälfte übernehme kurzfristig für jeweils drei bis sechs Monate Aufgaben in der Hamburger Verwaltung. Für diese Beschäftigten fallen Personalkosten von rund 30 Millionen Euro pro Jahr an. Dazu kommen weitere vier Millionen für Qualifizierung und Weiterbildung sowie für zusätzliche Mitarbeiter, die die Rückkehrer an neue Stellen vermitteln sollen.

Die Rückkehrer-Aktion ist in ihrem Umfang bundesweit einmalig. Obwohl nicht abzusehen sei, wann sie abgeschlossen sein wird, zeigt sich Personalamtschef Volker Bonorden optimistisch: Bislang sei die Aufgabe gut bewältigt worden. Geht die Vermittlung jedoch im gleichen Tempo wie bisher weiter, wird es noch mindestens vier bis fünf Jahre dauern, bis alle Rückkehrer vermittelt sind. Für die Stadt heißt das: weitere Kosten im zweistelligen Millionenbereich.