Kritik

Empörung über Blockade von Israel-Film

Eine Aktion aus der linken Szene gegen die Aufführung des Filmes "Warum Israel" hat scharfe Kritik ausgelöst. "Es ist erschreckend, dass sogenannte Antifaschisten zu faschistischen Methoden greifen, um ihrer antisemitischen Gesinnung Ausdruck zu verleihen", sagte der Vorsitzende des Bundestags- Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), der "Rheinischen Post".

Zu der Blockade, mit der die Vorstellung verhindert wurde, kam es am 25. Oktober vor dem Kino B-Movie an der Brigittenstraße auf St. Pauli. Nach Angaben der Polizei gab es keine Anzeigen. Nun soll der Film am 13. Dezember gezeigt werden. Die Polizei will dann erneute Auseinandersetzungen verhindern.

Regisseur Claude Lanzmann, äußerte sich bei "Spiegel online" empört: "Ich bin schockiert". Der 83-Jährige hatte den Film 1973 gedreht und dafür Israelis zu ihrem Leben befragt. Einer der Betreiber des Kinos beschrieb die Blockierer als Vermummte mit einem militärischen Auftreten.