Hamburg-Harvestehude

Hausdurchsuchung bei Finanzsenator Carsten Frigge

Foto: Magunia/dpa

Durchsuchungen auch bei ehemaligen führenden Mitgliedern der CDU von Rheinland-Pfalz. Es geht um illegale Parteienfinanzierung.

Hamburg. Die Staatsanwaltschaft Mainz hat die Wohnung von Hamburgs neuem Finanzsenator Carsten Frigge (CDU) in Harvestehude durchsuchen lassen. Parallel wurden die Wohnsitze des früheren rheinland-pfälzischen CDU-Chefs Christoph Böhr, dem ehemaligen CDU-Schatzmeister von Rheinland-Pfalz, Herbert Jullien, und dem früheren rheinland-pfälzischen CDU-Fraktionsgeschäftsführer Markus Hebgen, durchsucht. Das bestätigte ein Sprecher der Mainzer Staatsanwaltschaft. Nach Informationen von abendblatt.de wurde in der Wohnung von Carsten Frigge Beweismaterial sichergestellt.

Hintergrund der Ermittlungen soll die Finanzaffäre der rheinland-pfälzischen CDU-Landtagsfraktion sein. Dabei geht es um nicht korrekt verbuchtes Fraktionsgeld, mit dem Wahlkampf für die rheinland-pfälzische CDU gemacht worden sein soll. Hamburgs neuer Finanzsenator Frigge betrieb damals die Düsseldorfer Beratungsagentur C4, die mit Geld der Mainzer CDU-Fraktion eine Kampagne für den Landesverband der CDU-Rheinland-Pfalz erarbeitet hat. Das würde den Vorwurf der illegalen Parteienfinanzierung erfüllen. Frigge wird von der Mainzer Staatsanwaltschaft vorgeworfen, von der illegalen Parteienfinanzierung gewusst zu haben.

( (abendblatt.de) )