Harburg
Fussball-Oberliga

Der Sieger im Südderby heißt erneut TSV Buchholz 08

Torschützen unter sich: Der Buchholzer Denis Urdin (r.) und Süderelbes Kapitän Vedat Düzgüner, der mit Gelb-Rot vorzeitig vom Platz musste.

Torschützen unter sich: Der Buchholzer Denis Urdin (r.) und Süderelbes Kapitän Vedat Düzgüner, der mit Gelb-Rot vorzeitig vom Platz musste.

Foto: Karsten Schaar

Fußballer aus der Nordheide bauen ihre gute Bilanz gegen den FC Süderelbe mit dem 2:1-Auswärtserfolg am Kiesbarg aus.

Neugraben.  Das hatten sich die Fußballer des FC Süderelbe anders vorgestellt. Sie hatten einen guten Lauf und hätten im Südderby der Oberliga Hamburg gegen den TSV Buchholz 08 zu gern nachgelegt. Doch es wurde nichts mit dem vierten Sieg in Folge. Stattdessen kamen die Nordheider mit dem 2:1 (1:1)-Auswärtssieg zum siebten Erfolg im zehnten Südderby seit 2014.

Süderelbe schießt das 1:0 und schaltet einen Gang runter

Nur eine Viertelstunde lang nahm das jüngste Aufeinandertreffen den allgemein erwarteten Verlauf. Süderelbes Alexandar Mucunski setzte mit einem Pfostentreffer das erste Signal. In der zwölften Minute passte Simon Keisef auf Vedat Düzgüner und der FCS-Kapitän traf zum 1:0 für die Gastgeber. „Dann schalten wir aber einen Gang runter, agieren nur noch kopflos und leisten uns einen Ballverlust nach dem anderen“, beschreibt Trainer Timurcin Gürsan den weiteren Verlauf der Begegnung.

Die Gäste nutzten diese Schwächen in der 20. Minute zum Ausgleich durch Dominik Fornfeist, der mit dem 1:1 sein 14. Saisontor für Buchholz erzielte, das mit einer negativen Bilanz von nur einem Sieg in den letzten sieben Spielen ins Derby gestartet war.

Die Einwechslungen von Timurcin Gürsan verfehlen ihre Wirkung

Mit der Einwechslung von Tim Baris Schulze wollte Gürsan in der zweiten Hälfte mehr Druck erzeugen. Die erhoffte Wirkung blieb allerdings aus; stattdessen traf Dennis Urdin für die Gäste sechs Minuten nach Wiederanpfiff zum 1:2. Gürsan reagierte mit zwei weiteren Spielerwechseln, brachte Marcel Rodriguez und Torjäger Edison Sa Borges Dju. Doch diese Maßnahme war zum Scheitern verurteilt, denn wegen Ballwegschlagens und eines Frustfouls binnen weniger Minuten kassierte Vedat Düzgüner in der 66. Minute Gelb-Rot und leistete mit seiner Mannschaft einen Bärendienst. Trainer Gürsan: „Mit nur zehn Mann konnten wir natürlich erst recht keinen Druck mehr aufbauen.“

Zur neuen Saison übergibt 08-Trainer Thorsten Schneider an Marinus Bester

„Nach dem Ausgleich zum 1:1 hatten nur noch wir Chancen“, sagte 08-Trainer Thorsten Schneider. Can Kömürcü und Glenn Lentvogt hätten ihr Team bis zur Pause mit 3:1 in Führung schießen können. Schneider: „Nach dem 2:1 war es der typische Spielverlauf. Süderelbe wurde immer offensiver, kam aber zu keiner nennenswerten Torchance mehr. Wir dagegen hätten durch Kömürcü, Marc Eisenberg und Milaim Buzhala vorzeitig alles klar machen können.“

Am Ende durfte sich Schneider, der zur neuen Fußballsaison das Zepter in Buchholz an Marinus Bester weiterreicht, nicht nur über den Derbysieg freuen, sondern auch über ein „Abschiedsgeschenk flüssig-kulinarischer Art“, das ihm FC Süderelbe bei seinem letzten Auftritt als Buchholzer Trainer am Kiesbarg überreichte.

Süderelbe gegen Buchholz im Rückblick seit 2014

Erst zweimal war der FC Süderelbe im Aufeinandertreffen mit Buchholz 08 in der Oberliga erfolgreich. Nach dem Aufstieg 2014 gab es das bisher einzige Unentschieden. Dieses Mal sprach Vieles für den dritten Erfolg des FC Süderelbe. Die Mannschaft von Trainer Timurcin Gürsan hatte zuletzt 3:0 in Sasel gewonnen, Teutonia 05 mit 2:0 aus den Aufstiegsträumen gerissen und dreimal knapp mit 1:0 in Dassendorf, 4:3 gegen BU und 2:1 in Niendorf gewonnen. Den letzten Heimsieg gegen Buchholz (2:0) feierten die Neugrabener vor vier Jahren am 16. Oktober 2015. Zuletzt waren sie in den Südderbys am Kiesbarg mit 0:5 und 1:4 hoffnungslos unterlegen gewesen.