Harburg
Handball

MTV Eyendorf baut die Tabellenführung aus

Eyendorfs Kreisläufer Marcel Petersen ist nicht zu halten. Den Luhdorfern Eike Weiß (von links), Maximilan Speckin, Eyendorfs Sebastian Petersen und Luhdorf Dominik Hinfner (hinten) bleibt nur die Zuschauerrolle.

Eyendorfs Kreisläufer Marcel Petersen ist nicht zu halten. Den Luhdorfern Eike Weiß (von links), Maximilan Speckin, Eyendorfs Sebastian Petersen und Luhdorf Dominik Hinfner (hinten) bleibt nur die Zuschauerrolle.

Foto: @K.Schaar

Landesliga-Handballer gewinnen 33:25 in Luhdorf und setzen sich an der Tabellenspitze von den Verfolgern ab.

Luhdorf/Eyendorf.  Die Handballer des MTV Eyendorf haben ihre Führung in der Landesliga Lüneburg ausgebaut. Während der Tabellen-zweite MTV Embsen beim TuS Bergen mit 24:29 verliert, ebenso wie der jetzt Dritte TV Uelzen mit 28:29 gegen den TuS Jahn Hollenstedt, gewinnt das Team von Trainer Uwe Richter souverän das Landeskreisderby in der Peter-Wind-Halle bei der SG Luhdorf/Scharmbeck mit 33:25 (16:9).

Im Spiel Erster gegen Vorletzter waren die Rollen von vornherein klar vergeben. Alles andere als ein Sieg des MTV Eyendorf wäre eine große Überraschung gewesen. Bei der Ausgangslage und unter Berücksichtigung der bisherigen Ergebnisse war ein deutlicher Erfolg der Eyendorfer erwartet worden. Und der hätte auch tatsächlich noch viel höher ausfallen können.

Nur eine Viertelstunde lang – bis zum 7:7 – konnte die Heimmannschaft ergebnistechnisch mithalten. Dann zogen die Gäste auf 16:8 davon. Ihr Lauf drückt sich in Zahlen so aus: Während Luhdorf in 13 Minuten nur einen Treffer erzielte, waren es zehn auf Seiten des Tabellenführers. Warum es für den MTV Eyendorf ein holpriger Start war, konnte Uwe Richter nicht sagen.

„Vielleicht haben wir den Gegner unterschwellig unterschätzt“, sagte der Trainer nach dem Spiel. Nach etwa zwölf Minuten stellte er die Deckung auf 5:1 um, dann lief es besser. „Ich hatte schon zur Pause den Eindruck, dass an diesem Tag nichts mehr anbrennt“, sagte Richter, dessen Spieler zum Ende der Partie hin die Zügel etwas schleifen ließen. Auch weil der Trainer es sich erlauben konnte, die eine oder andere personelle Variante auszuprobieren.

Dass es so gut läuft in dieser Saison, führt Uwe Richter auch darauf zurück, dass seine Mannschaft bisher weitgehende vom Verletzungspech verschont geblieben ist. Der einzige Langzeitverletzte, Fabian Witthöft, hat sich vom Handballsport zurückgezogen. An Meisterschaft und Aufstieg denken Uwe Richter und seine Handballer jedoch noch nicht. „Wir haben viele Spiele nur mit einem Tor gewonnen, sind also nicht der Überflieger der Liga. Wir wollen einfach jedes Spiel gewinnen.“

Mit jeweils sechs Treffern waren beim MTV Eyendorf Sebastian Wartjes und Marcel Petersen die besten Werfer, fünf Treffer steuerte Björn Heinzelmann zum Erfolg bei. Bei der Heimmannschaft kamen Maximilian Specking und Moritz Siggel auf jeweils fünf Tore.

Angst müsse seine Mannschaft vor keinem Ligakonkurrenten haben, meint Uwe Richter. Und auch nicht vor dem möglichen Aufstieg. Sollte es am Ende der Saison zum Titelgewinn reichen, dann werde man auch die Aufstiegsoption wahrnehmen. „Ich glaube, dass wir auch eine Liga höher bestehen können“, sagte Uwe Richter, der jetzt dem Spitzenspiel am kommenden Sonnabend von 19.15 Uhr an in eigener Halle gegen den Tabellendritten TV Uelzen entgegensieht.

Uelzen hatte bei der Heimniederlage gegen Hollenstedt mit Kevin Kwiotek einen absoluten Torgaranten in seinen Reihen, der acht Tore aus dem Spiel heraus erzielt und weitere sechs von sechs Siebenmetern verwandeln konnte. Genützt hat es nichts gegen die Hollenstedter Topscorer Duc Dung Hoang (zehn Tore) und Marcel Hebestreit (acht).

In dieser Partie konnte sich zu keiner Zeit eine Mannschaft absetzen. Was sich schon im Pausenstand vom 15:14 für Uelzen widerspiegelt. Zwei Tore waren im gesamten Spielverlauf der größte Vorsprung einer Mannschaft überhaupt. Und als Duc Dung Hoang mit zwei Treffern in Folge seine Hollenstedter Mannschaft zum 23:21 in Führung brachte, deutete sich erstmals ein Auswärtssieg der Hollenstedter in Uelzen an.

Doch auch dieser Vorsprung war schnell dahin geschmolzen; so wie noch zweimal jeweils ein Zwei-Tore-Vorsprung nicht bewahrt werden konnte. Selbst nicht das 28:26 etwa zwei Minuten vor Schluss. Danach war Uelzens Haupttorschütze mit zwei Treffern zur Stelle. Doch den letzten Angriff nutzte Hollenstedts Jan Madaus zum 29:28-Siegtreffer. Hollenstedt rangiert jetzt einen Punkt zurück auf Tabellenplatz vier hinter Uelzen, Embsen und Eyendorf.

Eine Auswärtsniederlage mit zwei Treffern kassierte die HSG Seevetal, die sich vom TSV Wietzendorf mit einem 30:32 (16:17) auf die Heimreise machte. Da reichten selbst die 14 Treffer von Niklas Gevert, darunter sieben Siebenmeter, nicht zu wenigstens einem Punktgewinn.

Bis zum 16:16, mithin bis in die Schlussminute der ersten Halbzeit, hielten die Schützlinge von Trainer Andres Gevert mit. In Durchgang zwei setzte sich die Heimmannschaft auf bis zu fünf Tore ab.