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Beckdorf

Leistungsträger verstecken sich

Handball-Drittligist VfL Fredenbeck gibt beim 20:27 in Potsdam Vier-Tore-Vorsprung aus der Hand

Fredenbeck/Beckdorf. Die sportliche Überraschung lag in der Luft, am Ende blieb die Sensation aber aus. „Weil sich unsere so genannten Leistungsträger versteckt haben“, sagte Trainer Andreas Ott nach der 20:27 (12:10)-Auswärtsniederlage der Drittliga-Handballer des VfL Fredenbeck beim VfL Potsdam. Gegen wen sich die Kritik des Trainers richtet, zeigt ein Blick auf die Torschützenliste, in der für Rückraumspieler Maciek Tluczynski nur ein Treffer vermerkt ist, hinter dem Namen Lars Kratzenberg sogar die Null prangt.

Und trotzdem sah es bis zur 33. Minute noch nach einem möglichen Auswärtssieg des VfL Fredenbeck aus, den die Mannschaft in ihrem Kampf um den Klassenerhalt doch so dringend benötigt hätte. Mit 15:11 lagen die Fredenbecker mit vier Toren in Führung. Dann gelangen Potsdam sieben Treffer auf einen Streich. „Drei Gegentore haben wir davon sogar in Überzahl einstecken müssen“, sagte Andreas Ott, der vor allem die viel zu hohe Fehlerquote bei den eigenen Wurfversuchen als einen anderen Grund für die unnötige Niederlage nannte. Vielleicht war alles aber auch nur eine Nervensache, denn zu diesem Zeitpunkt war bereits bekannt, dass der Mitabstiegskandidat TSV Burgdorf II sein Spiel mit 24:25 in Oranienburg verloren hatte. Zu diesem Zeitpunkt hatte der VfL Fredenbeck nach Minuspunkten sogar einen Zähler mehr auf dem Konto als der Abstiegsrivale. Bester Werfer war Lukas Kraeft mit sieben Treffern Am Sonnabend, 19.30 Uhr, erwartet der VfL Fredenbeck den Tabellendritten Füchse Berlin II. Der TSV Burgdorf II hat ebenfalls Heimrecht, trifft in eigener Halle auf das Schlusslicht MTV Altlandsberg.

Auch der SV Beckdorf kehrt aus Minden mit 30:40-Auswärtsniederlage heim

Der SV Beckdorf kassierte bei der zweiten Mannschaft des TSV GWD Minden mit 30:40 (15:22) eine herbe Niederlage. Bis zur 22. Minute, da hieß es 13.15, konnte Beckdorf gut mithalten. Zu Beginn lag die Mannschaft von Trainer Lars Dammann sogar mit 4:2-Toren in Führung. Doch noch vor der Pause zog Minden auf und davon, baute die eigene Führung bis zur 32. Minute auf 25:15 auf und davon. Ein Zehn-Tore-Vorsprung hatte auch am Ende Bestand, weil der SV Beckdorf in den Schlussminuten drei Gegentreffer hintereinander kassierte, ehe die Schlusssirene ertönte.

Bester Beckdorfer Werfer war Stefan Völkers mit acht Toren. Maris Versakovs erzielte sechs Treffer, davon drei Siebenmeter. Kreisläufer Markus Bowe kassierte zehn Minuten vor Schluss die dritte Zeitstrafe und wurde disqualifiziert. Auch Beckdorf spielt am Sonnabend, 19.30 Uhr, in eigener Halle gegen den HSV Hannover.