Elard Ostermann gibt Platz zwei als Ziel für Lüneburger SK aus

Im Winter ist der Fußball traditionell ein bisschen "künstlich" - auch für die Kicker des Oberligisten Lüneburger SK.

Lüneburg . Nach etlichen Hallenturnieren ist jetzt Kunstrasen angesagt. "Wir haben Testspiele nur auf diesem Beleg angesetzt, um Absagen möglichst vermeiden", sagte LSK-Trainer Elard Ostermann.

Hat auch gut geklappt. In den drei Partien gab es ein 1:4 beim 1. SC Norderstedt, ein 3:0 bei Bergedorf 85 (beide Oberliga Hamburg) und ein achtbares 2:2 beim Regionalligisten SC Victoria. "Insgesamt bin ich mit dem aktuellen Leistungsstand zufrieden", sagte Ostermann, der bei der Niederlage in Norderstedt mehrere Nachwuchsspieler eingesetzt hatte. In den beiden anderen Partien lief eine Mannschaft auf, die in dieser Besetzung auch das nächste Oberligaspiel am 24. Februar beim VfL Bückeburg bestreiten könnte. "Aber egal mit welcher Aufstellung wir antreten, unser Kader besteht nur aus 15 bis 16 Spielern, da ist jeder eine Stammkraft", schmunzelte Ostermann. Die Stimmung im Team sei aber nicht nur deshalb gut, weil jeder oft genug zum Einsatz kommt, betonte der Coach. Zwar plagen sich zurzeit einige Akteure mit Blessuren, richtig verletzt sei aber nur Finn-Patrick Gierke. Weil bei ihm drei Rückenwirbel herausgesprungen sind, hat der Angreifer 14 Tage Trainingsverbot.

Die drei Wochen Winterpause ohne Training haben die meisten LSK-Akteure gut verdaut. "Sie haben alle ihre Hausaufgaben gemacht und sind konditionell in einem guten Zustand", sagte Ostermann. Auf dem Programm standen Ausgleichssport sowie Wald- und Intervallläufe. Nur in den letzten 20 Minuten habe in den Testspielen noch die Kraft gefehlt: "Das kriegen wir bis zum Start in Bückeburg aber noch hin."

Die Ausgangsposition für den LSK ist hervorragend. Der aktuell belegte zweite Platz in der Oberliga Niedersachsen würde am Saisonende die Aufstiegsrunde bedeuten. "Wir wollen die Saison so gut wie möglich abschließen", sagt der 1. Vorsitzende des Lüneburger SK, Dietrich Conrad: "Ich hoffe, dass es für Platz zwei reicht." Auch sein Trainer, der vor der Saison nur einen Platz im oberen Drittel ausgelobt hatte, strebt jetzt die Vizemeisterschaft an, schränkt aber ein: "Für uns bricht keine Welt zusammen, wenn wir nur Vierter werden." In der Oberliga seien die meisten Spiele hart umkämpft, der Ausgang völlig ungewiss. Ostermann: "Alles ist möglich." Bis zum Bückeburg-Spiel steht nur noch ein Test auf der Agenda.

Zum Abschluss der Vorbereitung auf den Start in die Rückserie findet am Sonntag, 17. Februar, 14 Uhr, noch das Derby beim MTV Treubund Lüneburg statt.