Harburg
Trainerlehrgang mit Ex-Werder-Bremen-Profis

"Man muss Sprache der Kinder sprechen"

Uwe Reinders und Wolfgang Sidka gaben 30 Übungsleitern nützliche Tipps und manch Anekdote mit auf den Weg.

Jesteburg. "Aber nicht mit den HSV-Stutzen!", grinste der ehemalige Werder-Bremen-Profi Uwe Reinders, als es darum ging, ein Gruppenfoto mit 20 Jesteburger Kicker-Kindern und 30 Teilnehmern des EWE-Trainerlehrgangs zu machen. Ernst gemeint war Reinders Kommentar nicht und er erreichte genau das, was für den Tag prägend war: eine lockere Atmosphäre, in der interessante Inhalte vermittelt wurden.

Reinders und sein Bremer Weggefährte Wolfgang Sidka leiteten den Trainerlehrgang mit Übungsleitern aus dem ganzen Bezirk. Ab neun Uhr gab es theoretischen Unterricht, der mit Anekdoten aus der aktiven Zeit der Bundesliga-Kicker angereichert wurde. Gegen Mittag ging es an die praktische Umsetzung, bei der jeder Trainer kurze Übungseinheiten mit den Nachwuchsfußballern des VfL Jesteburg durchführte. Die neun und zehn Jahre alten Kinder absolvierten so eine Vielzahl an Einheiten, während Reinders und Sidka Schwachpunkte analysierten, die in der gemeinsamen Manöverkritik aufgezeigt wurden.

"Nicht jeder kann Jugendtrainer werden", so Reinders, "man muss die Sprache der Kinder sprechen und kann nicht einfach das trainieren, was man als Erwachsener gelernt hat." Das Jugendtraining basiere auf Erfolgserlebnissen: Zu lange Laufwege oder zu komplizierte Übungen hätten den Effekt, dass Kinder schnell die Lust verlieren. "Beim Torschusstraining muss ich darauf achten, dass die Kinder auch Tore erzielen - sonst macht das Alles keinen Sinn", erklärte Reinders den Übungsleitern.

Die Aktion läuft im Rahmen des EWE-Cups, bei dem Jugendteams in einem regionalen Turnier um ein einwöchiges Trainingslager kämpfen. Da das Teilnehmerfeld begrenzt ist, können nicht alle Mannschaften mitmachen - aber jeder Verein, der sich beworben hatte, durfte Übungsleiter zum Lehrgang schicken.