Harburg

TSV Neuland als Spielverderber

Das 2:2 schlägt dem SC Vorwärts-Wacker die Tür zur Meisterschaft vor der Nase zu

Neuland. Als Spielverderber machte der TSV Neuland in der Fußball-Landesliga Hansa vor dem Abstieg in die Bezirksliga noch einmal auf sich aufmerksam. Und zwar beim Versuch des letzten Saisongegners SC Vorwärts-Wacker, den Bramfelder Sportverein am letzten Spieltag noch im Kampf um die Meisterschaft abzufangen. TSV Neuland holte eine 2:2.

Bramfeld verlor mit 1:2 bei der TuS Dassendorf und öffnete damit für die Billstedter noch einmal die Tür zur Meisterschaft. Billstedt agierte auch spielerisch überlegen, doch Neuland hielt kämpferisch dagegen. "Die kämpferische Einstellung war heute das wichtigste", sagte Trainer Andreas Kühner nach dem Spiel, "und gibt mir viel Hoffnung für die neue Saison." Neuland stand als Tabellenletzter bereits längere Zeit als Absteiger fest, wollte die Saison aber unbedingt mit einem Spiel beenden, auf das sich aufbauen lässt. "Das ist uns gelungen", war Kühner zufrieden. Für ein Duell Letzter gegen Tabellenzweiter trat Neuland sogar überraschend selbstbewusst auf. Belohnt wurden die Gäste zunächst in der 48. Spielminute, als ein Angriff über Marc Greve und Dennis Förtsch, der den Ball durch die Billstedts Viererkette zu Stefan Stein durchsteckte, zum 0:1 führte. Neulands Stürmer schoss den Ball eiskalt in die Maschen. Billstedt drückte nun natürlich und war nach zwei eigenen Treffern (59., 65.) auf dem besten Wege, sich doch noch Platz eins zu sichern. Doch Andreas Aschendorf machte den Gastgebern mit dem 2:2 in der 80. Minute einen dicken Strich durch die Rechnung. "Da lässt sich Vorwärts Wacker in der Schlussphase noch die Butter vom Brot nehmen", kommentierte Dassendorfs Obmann Niels Jürgens das Ergebnis aus Billstedt, das sich schnell auf dem Platz des Parallelspiels herumgesprochen hatte. "Auf Grund unserer engagierten Spielweise war das Ergebnis aber nicht unverdient", zog Kühner nach dem Spiel sein Fazit. Eine gelb-rote Karte gegen Vorwärts Wacker (84.) spielte keine große Rolle mehr.

Nachdem TuS Hamburg am Freitagabend bereits mit 2:1 gegen Wandsetal gewonnen hatte, hatte auf Grund des deutlich schlechteren Torverhältnisses des SC Europa die Begegnung zwischen dem FC Türkiye und eben Europa keine große Bedeutung mehr. "Das konnte jeder dem Spiel des SC Europa ansehen", sagte Türkiyes Ismail Uysal nach dem ungefährdeten 3:1 (0:0)-Sieg seiner Mannschaft. Yasin Korkusuz brachte Türkiye nach einer Kombination mit doppeltem Doppelpass zwischen ihm und David Berwecke mit 1:0 in Führung (46.). Berwecke erhöhte nur kurz später selbst auf 2:0 (53.). Nach dem Anschlusstreffer machte Arben Saliuku in der 74. Minute alles klar. Dass Benjamin Hübbe nach einer Viertelsunde wegen einer Notbremse Rot gesehen hatte, fiel nicht ins Gewicht. Auch Türkiye beendete die Saison damit auf einem Hoch und überholte Rahlstedt und sicherte sich Platz vier.