Stadtentwicklungsausschuss

Verwaltung stellt potenzielle Flächen für Wohnungsbau vor

Hinweisschilder auf  Grundstücke im Neubaugebiet Vogelkamp.

Hinweisschilder auf Grundstücke im Neubaugebiet Vogelkamp.

Foto: HA

Die fünf Areale liegen in Neugraben, Eißendorf und Langenbek. Sie würden Platz für etwa 550 Wohnungen bieten.

Harburg.  Die Bezirksverwaltung hat fünf zusätzliche Areale als potenzielle Flächen für den Wohnungsbau benannt. Sie stehen im Entwurf des Wohnungsbauprogramms 2021, der bereits im Internet verfügbar ist. Heute Abend wird er im Stadtentwicklungsausschuss der Bezirksversammlung vorgestellt. Drei Flächen liegen in Neugraben, eine in Eißendorf, eine weitere in Langenbek. Insgesamt könnten auf den Flächen etwa 550 Wohnungen gebaut werden.

Allein 250 Wohnungen könnten nach der Vorstellung von Harburgs Baudezernenten Hans Christian Lied am Dorflageweg östlich des Neugrabener Bahnhofs entstehen. Das bestehende Wohngebiet könnte mit mehrgeschossigen Gebäuden verdichtet werden, das Lärmproblem durch den Bahn- und Straßenverkehr sei lösbar, heißt es in dem Entwurf. Allerdings muss dazu der Bebauungsplan geändert werden. Auch deshalb rechnet der Bezirk damit, dass der Bau frühestens 2024 starten kann.

Unweit davon wollen die Stadtplaner das Neubaugebiet Vogelkamp nach Süden erweitern. Zwischen dem Quartierspark und der Bahntrasse schlagen sie eine Kombination aus Wohngebäuden mit Gewerbetreibenden und Einzelhändlern im Erdgeschoss vor. Dieses Konzept wurde bereits vor zwei Jahren vorgestellt und ist im Bebauungsplan Neugraben-Fischbek 75 abgebildet. In dem Mischgebiet sind rund 150 Wohnungen vorgesehen.

Stehen bald Wohnungen auf dem Gelände eines Getränkemarktes?

Das Potenzial für 100 neue Wohnungen hat ein Areal an der Gordonstraße/Ecke Winsener Straße. Dort, wo heute ein Getränkemarkt, ein Autohaus und ein kleines Einkaufszentrum stehen, könnten Mehrfamilienhäuser mit Einzelhandel und Dienstleistungsangeboten in den Erdgeschossen entstehen. Doch auch hier muss der Wohnungsbau erst einmal im Planungsrecht verankert werden.

An der Weusthoffstraße 35a könnte der Netto-Markt abgerissen und in einem Neubau vergrößert werden. Dieser soll gleichzeitig zwei Wohnhäuser mit bis zu sieben Stockwerken umfassen. Dieses Konzept war im Sommer bekannt geworden. Hier rechnet Lied mit 30 zusätzlichen Wohnungen. Weitere 20 Wohnungen könnten im Bereich der Kita Falkenberg in Neugraben entstehen.

In der Fortschreibung des Wohnungsbauprogramms fallen gleichzeitig Potenziale für den Bau von 209 Wohnungen weg. Der Grund ist einfach: Hier wurden bereits Projekte gestartet, die Potenziale werden also realisiert. Tatsächlich erhöht sich das Wohnungsbau-Potenzial somit um 341 Wohneinheiten. Sie addieren sich zu dem bereits bestehenden Potenzial von 8389 Wohnungen auf 8730 Wohnungen, die nach Ansicht der Stadtplaner im Laufe der kommenden Jahre im Bezirk entstehen könnten.