Harburg
Critical Mass

Wenn Radfahrer zur „kritischen Masse“ werden

Eine „Critical Mass“, hier in Braunschweig. Hinten müssen Busse und Autos warten.

Eine „Critical Mass“, hier in Braunschweig. Hinten müssen Busse und Autos warten.

Foto: AMMERPOHL THOMAS

Rüdiger Henze, Vorsitzender der ADFC-Ortsgruppe Seevetal, erklärt die Regeln. Ziel ist es, einmal in Hamburg oder Harburg mitzufahren

Maschen.  In der Straßenverkehrsordnung (StVO) stehen erstaunliche Dinge: Etwa dass man auf Helgoland nicht Fahrrad fahren darf oder dass auf Brücken das Marschieren im Gleichschritt verboten ist. An einem Vortragsabend des ADFC Seevetal soll es um den Paragrafen 27 Abs. 1 StVO gehen, in dem es heißt: „Für geschlossene Verbände gelten die für den gesamten Fahrverkehr einheitlich bestehenden Verkehrsregeln und Anordnungen sinngemäß. Mehr als 15 Radfahrende dürfen einen geschlossenen Verband bilden. Dann dürfen sie zu zweit nebeneinander auf der Fahrbahn fahren.“

Ab 15 Radfahrern ist die sogenannte kritische Masse (englisch: critical mass) erreicht, mit der die Straße genutzt werden darf und alle Fahrräder zusammen wie ein Fahrzeug behandelt werden. Radfahrer dürfen dann zum Beispiel auch bei roter Ampel weiterfahren, wenn das erste Fahrrad es noch bei Grün geschafft hat.

In Deutschland und auch in Hamburg finden sich regelmäßig Radfahrer zu solchen Fahrten zusammen. Da diese Verkehrsvorschrift kaum bekannt ist, kann es leicht zu gefährlichen Situationen kommen. Rüdiger Henze, Vorsitzender der ADFC-Ortsgruppe Seevetal, erklärt die Regeln. Ziel ist es, einmal in Hamburg oder Harburg mitzufahren.

Radverkehr – Was ist eine Critical Mass? Vortrag und Diskussion von und mit Rüdiger Henze, Vorsitzender ADFC Seevetal, Montag, 14. Januar, 19 Uhr, Hotel Maack, Hamburger Straße 6, Maschen