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Robert Menasse liest: „Die Hauptstadt“

Live Robert Menasse liest aus seinem neuen Roman

Live Robert Menasse liest aus seinem neuen Roman

Foto: Rafaela Proell / HA

Der Autor zeichnet in seinem neuen Roman eine Panorama-Aufnahme von Europa.

Lüneburg.  In „Die Hauptstadt“ verwebt Robert Menasse Zeiten, Nationen und Institutionen zu einer einzigartigen Panorama-Aufnahme von Europa: Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur der Europäischen Kommission, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie soll das Image der Kommission aufpolieren. Aber wie? Sie beauftragt den Referenten Martin Susman, eine Idee zu entwickeln.

Die Idee nimmt Gestalt an – die Gestalt eines Gespensts aus der Geschichte, das für Unruhe in den EU-Institutionen sorgt. Kommissar Brunfaut muss aus politischen Gründen einen Mordfall auf sich beruhen lassen – „zu den Akten legen“ wäre zu viel gesagt, denn die sind unauffindbar. Und Alois Erhart, Emeritus der Volkswirtschaft, soll in einem Think-Tank der Kommission vor den Denkbeauftragten aller Länder Worte sprechen, die seine letzten sein könnten. Und was macht Brüssel? Es sucht einen Namen für das Schwein, das durch die Straßen läuft.

„Ein elegant geschriebener, fabelhaft gebauter, pointen- und gedankenreicher Roman“, schrieb DIE ZEIT. Robert Menasse liest daraus am Donnerstag, 1. Februar an der Leuphana Universität. Die Literaturkritikerin Maike Albath moderiert. Gefördert wird die Veranstaltung vom Lüneburgischen Landschaftsverband, der Sparkassenstiftung Lüneburg und dem Landkreis Lüneburg. Karten gibt es im Vorverkauf beim Literaturbüro sowie in den Buchhandlungen Lünebuch, Bücher Am Lambertiplatz und Unibuch.

Robert Menasse, geboren 1954 in Wien, studierte Germanistik, Philosophie und Politik. Anschließend war er sechs Jahre an der Universität São Paulo tätig. Seit 1988 lebt er als Autor und Essayist in Wien und erhielt für sein Werk zahlreiche Preise, etwa den Max-Frisch-Preis 2014, Prix du livre européen 2015 und den Deutschen Buchpreis 2017.

Maike Albath ist als Literaturkritikerin unter anderem für Deutschlandfunk Kultur, die NZZ und die Süddeutsche Zeitung tätig. 2002 erhielt sie den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik. Seit 2015 ist sie Mitglied der Jury zum Preis der Leipziger Buchmesse.

Donnerstag, 1. Februar, 19.30 Uhr, Leuphana Universität Lüneburg, Hörsaal 3, Eintritt 12 Euro