Harburg
Nachhaltigkeit

Lüneburger können bald unverpackt einkaufen

Celine Ebeloe (22), Lisa Heldt (23) und Henrik Siepelmeyer (23) von der Initiative „Plietsch"

Celine Ebeloe (22), Lisa Heldt (23) und Henrik Siepelmeyer (23) von der Initiative „Plietsch"

Foto: Lena Thiele / HA

Gründer-Team von „Plietsch“ richtet Bereich mit unverpackter Ware im Edeka-Markt ein. Am Sonnabend ist offizielle Eröffnung.

Lüneburg.  In Lüneburg ist es in Kürze möglich, auch Waren, die normalerweise verpackt verkauft werden, in eigene Behälter abzufüllen. In einer „Unverpackt“-Ecke bei Edeka Bergmann an der Saline wird es von diesem Freitag an beispielsweise Mehl, Müsli, Nudeln und Körner geben, die Kunden in eigene Behältnisse oder die Edeka-Frischeboxen abfüllen können. „Es gibt zu Anfang rund 50 Produkte in Bio-Qualität und aus möglichst regionaler Erzeugung, zusätzlich zu Obst, Gemüse, Fleisch und Käse“, sagt Henrik Siepelmeyer, der an der Leuphana Universität Nachhaltigkeitsmanagement studiert.

Er gehört zu den Gründern der Beratungsfirma „Plietsch“, die das Konzept entwickelt hat. Die Studenten hatten sich wie berichtet zum Ziel gesetzt, eine alltagstaugliche Möglichkeit zu schaffen, Waren unverpackt zu verkaufen.

„Wir wollen zeigen: Unkompliziertes, unverpacktes Einkaufen ist möglich“, sagt Henrik Siepelmeyer. Von der ursprünglichen Idee, einen eigenen Unverpackt-Laden zu eröffnen, verabschiedeten sich die jungen Gründer wieder und entschieden sich für die Kooperation mit dem Supermarkt. Der Schwerpunkt soll nun darauf liegen, weitere Läden, die ähnliches vorhaben, in der Umsetzung zu unterstützen.

Die Jungunternehmer wollen die Hemmschwelle für einen nachhaltigen Konsum so gering wie möglich halten. Deshalb befassten sie sich vor allem mit Fragen zu Erreichbarkeit, Verständlichkeit und Alltagstauglichkeit. Die Planungsphase brachte Erkenntnisse darüber, was potenziellen Kunden beim Einkauf unverpackter Ware wichtig ist. Die Studenten befragten rund 400 Menschen in Lüneburg. „Viele haben Bedenken wegen der Hygiene“, sagt Henrik Siepelmeyer. Dafür gebe es allerdings sehr gut geeignete Behälter.