Neu Wulmstorf

Fischbeker Reethen: Nachbarn fordern mehr Information

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Ein etwa 3800 Quadratmeter großer Teich soll die Attraktion im Zentrum des geplanten Wohnquartiers Fischbeker Reethen werden

Ein etwa 3800 Quadratmeter großer Teich soll die Attraktion im Zentrum des geplanten Wohnquartiers Fischbeker Reethen werden

Foto: KCAP/Kunst+Herbert / HA

Gemeinsame Ausschusssitzung von Bezirk Harburg und Gemeinde Neu Wulmstorf soll für Transparenz bei der Bauplanung sorgen.

Neu Wulmstorf.  Nachdem zahlreiche Bürger scharfe Kritik an der Gestaltung des Wohnquartiers Fischbeker Reethen mit 2200 Wohnungen geübt haben, soll es jetzt einen Grünstreifen zwischen dem geplanten Quartier und den bestehenden Wohnhäusern am Elbblick auf Neu Wulmstorfer Seite geben. „Der Flächennutzungsplan sieht im westlichen Teil des Plangebietes einen Grünstreifen vor“, teilte Bettina Maak, Pressesprecherin des Bezirks Harburg, auf Anfrage mit.

Zurzeit laufen noch zahlreiche Gutachten, und der Flächennutzungsplan wird nach Auskunft des Bezirksamts angepasst. Die beteiligte Fachbehörde und das Bezirksamt Harburg hätten sich jedoch darauf geeinigt, dass ein Grünstreifen in Form von Kleingärten inklusive Wegeverbindungen und Flächen für die Oberflächenentwässerung entlang des größten Teils der westlichen Landesgrenze geführt werde, so Maak.

Das Bezirksamt Harburg versicherte, dass die geäußerten Bedenken und Anmerkungen der Neu Wulmstorfer Einwohner in die weitere Planung einfließen. Die Anwohner hatten sich zuvor verschaukelt gefühlt, da der zunächst zugesicherte Abstand zum neuen Wohnquartier Fischbeker Reethen dann doch nicht mehr Bestandteil der Planung war (das Abendblatt berichtete).

Zudem war angedacht, eine Jugendeinrichtung in direkter Nachbarschaft zu Neu Wulmstorf zu errichten, was die Bewohner am Elbblick ebenso empörte. Davon hat der Bezirk Harburg inzwischen Abstand genommen. „Die im ursprünglichen Wettbewerbsplan vorgesehene Einrichtung an der Landesgrenze wird nicht umgesetzt“, sagt Bettina Maak. „Vielleicht besteht auch die Möglichkeit, die Jugendeinrichtung im Zusammenhang mit der sozialen Infrastruktur im Umfeld der Schule Ohrnsweg zu realisieren“, so Maak.

Um die Neu Wulmstorfer über die Veränderungen künftig auf dem Laufenden zu halten, soll jetzt der Informationsfluss verbessert werden. Das hat die CDU-Fraktion in Neu Wulmstorf gefordert. „Die Planungen des Bezirks Harburg zu dem Bebauungsplan Fischbeker Reethen hat weitreichende Auswirkungen auf die Bürger der Gemeinde Neu Wulmstorf, insbesondere in den angrenzenden Bereichen aber auch darüber hinaus“, betonte Malte Kanebley, Fraktionschef der CDU.

Deshalb beantragte er eine gemeinsame Sitzung des Stadtplanungsausschusses des Bezirkes Harburg und des Ausschusses für Bau, Planung und Umwelt der Gemeinde Neu Wulmstorf zum Bebauungsplan Fischbeker Reethen. Von dieser gemeinsamen Sitzung, die im Rathaus Neu Wulmstorf stattfinden soll, verspricht sich die CDU, dass den Mitgliedern des Stadtplanungsausschusses die Bedenken, Ängste und Anregungen von Neu Wulmstorfer näher gebracht werden, um so eine „beiderseitige, einvernehmliche und verträgliche Lösung für die an Neu Wulmstorf angrenzende Bebauung“ zu finden.

Zudem solle die Gemeinde ständig über den Fortgang des Bebauungsplanes Fischbeker Reethen berichten. Ob die anderen Fraktionen dem CDU-Antrag folgen, stellt sich in der Sitzung des Planungsausschusses heute um 19.30 Uhr, im Ratssaal des Rathauses, Bahnhofstraße 39, heraus.

( bwil )

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