Harburg
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Die Stadtradstation im Phoenix-Viertel wird abgebaut

Ungewöhnlich hohe Vandalismuskosten: Stadtrad sucht alternativen Standort

Harburg. Säule 2830 antwortet nicht: Die Stadtradstation mit dieser vierstelligen Kennung vor der Stadtteilschule Maretstraße ist seit März außer Betrieb. Auf der Such-App des Leihradsystems taucht sie nicht mehr auf, die Schlossbügel an den Fahrradsäulen sind demontiert, auf der Bedienungssäule klebt eine Bedauernsnotiz der Betreibergesellschaft Deutsche Bahn Connect. Während das Wort „aktuell“ auf der Notiz noch Hoffnung macht, dass die Radlosigkeit hier nur vorübergehend ist, sagt Bahn-Pressesprecherin Sabine Brunkhorst deutlich: „Wir geben diese Station auf und suchen einen alternativen Standort.“

Der Grund ist Vandalismus. „Wir hatten an dieser Station ungewöhnlich hohe Kosten durch mutwillige Beschädigung, sowohl an der Station selbst, als auch an den Rädern, obwohl diese sehr robust gebaut sind“, sagt Brunkhorst. „Allein im letzten Jahr beliefen sich die Vandalismusschäden der Station auf über 20.000 Euro.“

Den Ausschlag gab, dass zuletzt der Router in der Bedienungssäule zerstört wurde. Ohne ihn können keine Räder mehr von der Station ein- und ausgecheckt werden. Deshalb wurde die Station aus dem System genommen. „Daraufhin haben wir uns entschlossen, sie an dieser Stelle nicht wieder im Betrieb zu nehmen“, sagt Brunkhorst, „das ist mit der Stadt abgesprochen. Wir suchen die Alternative gemeinsam.“