Harburg
Brücken in Kirchdorf-Süd

„Das ist ein Bild der Verwahrlosung“

Kesbana Klein (SPD) an der seit eineinhalb Jahren gesperrten Fußgängerbrücke zu der Siedlung am Erlerring

Kesbana Klein (SPD) an der seit eineinhalb Jahren gesperrten Fußgängerbrücke zu der Siedlung am Erlerring

Foto: Thomas Sulzyc

Regionalauschuss Wilhelmsburg ermahnt die Verwaltung, zwei Wettern-Querungen in Kirchdorf-Süd endlich instand zu setzen.

Kirchdorf-Süd.  Der für Wilhelmsburg zuständige Regionalausschuss der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte zeigt sich verärgert darüber, dass die Fußgängerbrücken zur Querung der Wettern an den Hochhaussiedlungen am Erlerring und Schwentnerring immer noch nicht repariert sind. Die Überquerungen sind aus Sicherheitsgründen seit eineinhalb Jahren gesperrt. Der Regionalausschuss hat das Bezirksamt deshalb aufgefordert, die beiden Brücken so schnell wie möglich instand zu setzen.

Bereits im April hatten Wilhelmsburgs Politiker beantragt, die mit Bauzäunen gesperrten Querungen wieder nutzbar zu machen. Das Stadtteilfest zum 40-jährigen Bestehen der Großsiedlung Kirchdorf-Süd wäre ein guter Anlass gewesen, sagten die Politiker.

Das zuständige Fachamt für Management des öffentlichen Raumes im Bezirk Hamburg-Mitte aber ließ den Beschluss des Regionalausschusses bis heute unberücksichtigt. Nicht einmal eine Mitteilung der Verwaltung erhielten die ehrenamtlichen Politiker.

Auf einen Antrag der SPD hin fordert der Regionalausschuss nun das Bezirksamt auf, mitzuteilen, wann die Bauarbeiten beginnen werden und wann die Instandsetzung beendet sein wird. Dass die ehrenamtlichen Politiker auf eine derart detailreiche Auskunft pochen, ist ungewöhnlich. Darin zeigt sich eine Unzufriedenheit der lokalen Politiker mit dem Fachbereich Management des öffentlichen Raumes, die schon länger schwelt. So wartet die Wilhelmsburger SPD auch immer noch auf eine Antwort zu dem Beschluss aus dem Februar, den Platz vor der Grundschule Rotenhäuser Damm für den Autoverkehr zu sperren.

Auf den beiden Fußgängerbrücken vor den Hochhäusern am Erlerring und am Schwentnerring wachsen Wildpflanzen. „Das erweckt einen starken Eindruck der Verwahrlosung“, sagt Kesbana Klein (SPD), die selbst in Kirchdorf-Süd lebt. Die Querungen über die Wettern waren eine Maßnahme zur Modernisierung der Großsiedlung Kirchdorf-Süd, um das Wohnumfeld zu verschönern.