Harburg
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Umweltschützer protestieren gegen Wegwerfbecher

Harburg. Milliarden Wegwerfbecher aus Papier landen jeden Tag kurz nach ihrem Gebrauch im Müll. Am Donnerstag, dem Internationalen Tag des Kaffees, demonstrierte die Umweltorganisation Robin Wood in der Harburger Innenstadt gegen diese Verschwendung. Mit einem Banner machten sechs Mitglieder der Organisation am Donnerstagvormittag vor einer Backwarenkette in der Lüneburger Straße die Passanten auf ihren Verbrauch von Papier aufmerksam. Ähnlich wie bei der Plastiktüte benutzen viele Passaten die Coffee-To-Go-Becher aus reiner Bequemlichkeit. Die Mitglieder von Robin Wood versuchten die Harburger über Alternativen zu den Einwegbechern zu informieren.

Vielen erscheint es jedoch als zu umständlich, einen eigenen Kaffeebecher mit in ein Café zu nehmen.

„Milliarden unnützer Wegwerfbecher sind ein riesiges Problem für Natur und Umwelt “, sagt Waldreferent Jannis Pfendtner. Robin Wood will sich dafür einsetzten, dass zukünftig häufiger Mehrwegbecher eingesetzt werden. Wenn man wie bei der Pfandflasche die Becher in fast jedem Geschäft zurückgeben könne, wäre ein großer Schritt geschafft, sagt Pfendtner.

In der Harburger Innenstadt kann man den Unterschied zwischen den verschiedenen Bäckereien gut sehen. Einige verwenden ausschließlich Papierbecher, andere setzen bewusst auf Keramik- oder wiederverwertbare Tassen. In Deutschland werden laut Robin Wood pro Jahr mehr als zehn Millarden Einwegbecher aus Papier und Kunststoff benutzt. Diese Becher würden wegen der innenliegenden Kunststoffschicht kaum recycelt werden können.