Neugraben

Mann in Wohnung getötet – Verdächtiger stellt sich

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Die Polizei ermittelte mit einem Team der Spurensicherung am Tatort in Neugraben

Die Polizei ermittelte mit einem Team der Spurensicherung am Tatort in Neugraben

Foto: Picasa / HA

Polizei findet Leiche in einer Einzimmerwohnung. Mutmaßlicher Täter stellt sich mit seinem Anwalt auf dem Hamburger Polizeipräsidium.

Harburg.  Ein anonymer Anrufer führte die Polizei zur Leiche: Und der sagte den Beamten im fünften Stock einer Einzimmerwohnung am Otterweg läge die Leiche eines Mannes. Der Hinweisgeber behielt recht: Der Mieter, ein 35-jähriger Georgier, hatte gleich mehrere Stichverletzungen, die er nicht überlebt hatte.

Nach dem Täter musste die Polizei jedoch nicht lange suchen. Ein 31-Jährige stellte sich kurz nach der Tat am Sonnabend an der Seite seines Rechtsanwalts im Polizeipräsidium in Alsterdorf und räumte an, den Georgier durch Messerstiche verletzt zu haben.

Zum Hintergrund hieß es von dem Tatverdächtigen, dass er mit seinem Opfer in Streit geraten sei. Der Beschuldigte wurde noch am Wochenende dem Haftrichter vorgeführt. Die Ermittlungen führt nun die Staatsanwaltschaft Hamburg und die Mordkommission im Landeskriminalamt. Die Leiche soll im Institut für Rechtsmedizin obduziert werden, um die genaue Todesursache festzustellen.

Eine ruhige Wohngegend

Der Otterweg in Neugraben-Fischbek ist eine ruhige, kurze Wohnstraße, in der neben dem Hochhaus auch Mehrfamilienhäuser stehen. Die Mieter der Wohnung im fünften Stock waren bei den vom Abendblatt befragten Nachbarn jedoch nicht bekannt. Sie hätten sich nicht vorgestellt und die Öffentlichkeit eher gescheut, hieß es. Offensichtlich kennen sich die Bewohner der gelb und weiß angestrichenen Hochhäuser untereinander nur wenig.

Der genaue Tatzeitpunkt stand am Sonntag noch nicht fest. Die Wohnungstür war weiter versiegelt, an der Treppe nach oben war noch ein rot-weißes Sperrband mit der Aufschrift Polizei befestigt.

Anwohner konnten zu dem angeblichen Streit zwischen den Männern nichts sagen. Allerdings hatten einige von ihnen den Einsatz von Polizei und Feuerwehr am Sonnabend beobachtet. Ob die Bewohner der Wohnung im fünften Stock, wie es in ersten Spekulationen hieß, Kontakte ins Drogenmilieu hatten, blieb am Wochenende offen. Die Polizei bestätigte dies nicht. Die Ermittlungen dauern an.

( rz )

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