Harburg
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Sparkasse spendet Tafel 4000 Euro

In der Filiale am Sand übergaben die Sparkassen-Mitarbeiter die Spende an die Harburger Tafel

In der Filiale am Sand übergaben die Sparkassen-Mitarbeiter die Spende an die Harburger Tafel

Foto: Sparkasse / HA

Mitarbeiter verzichten traditionell auf Weihnachtsgeschenke und sammeln dafür lieber Geld für einen guten Zweck ein.

Harburg.  Für die Harburger Tafel begann der Start in das Jahr 2016 mit einer Überraschung. Ursula Müller, Leiterin und Gründerin der Lebensmittelausgabe für Bedürftige, konnte auf dem Konto der sozialen Einrichtung am Schwarzenberg eine 4000-Euro-Spende verbuchen. Soviel Geld muss sie aufbringen, um jeweils die gesamten monatlichen Fix-Kosten bezahlen zu können.

„Mit dieser Spende war somit die Sorge um die finanzielle Deckung für den Januar mit einem Schlag vom Tisch. Davon zehren wir das ganze Jahr“, sagte sie bei ihrem Besuch in der Filiale der Sparkasse Harburg-Buxtehude am Sand. „Ich freue mich sehr über diesen Betrag. Das war wirklich ein sehr guter Anfang. Damit die Versorgung der Bedürftigen mit Lebensmitteln weiter geht, scheue ich mich nicht, für die Tafel weiter zu werben.“

Im Hause der Sparkasse ist es seit vielen Jahren Tradition, dass alle Mitarbeiter sowie die Mitglieder des Verwaltungsrats und die Pensionäre auf ihre Weihnachtsgeschenke verzichten. Das so gesparte Geld wird sozialen Einrichtungen in der Region zweckgebunden zur Verfügung gestellt. „Uns allen hier geht es gut“, sagte Filialleiter Johannes Nettekoven, „wir haben Arbeit und Geld zum Leben. Mit dieser Spende möchten wir bewusst etwas zurückgeben.“

Insgesamt ergab die Weihnachtsspende der Sparkassen-Mitarbeiter eine Summe in Höhe von 10.000 Euro. Die werden auf mehrere Einrichtungen im Geschäftsgebiet der Sparkasse verteilt. Sandra Becker, Direktorin Regionalbereich Nord, freute sich sehr darüber, „dass die Wahl für unsere Weihnachtsspende 2015 auf die Harburger Tafel gefallen ist. Was diese in den letzten 20 Jahren auf die Beine gestellt hat, und das alles durch ehrenamtliche Mitarbeiter, verdient großen Respekt.“

Leiterin Ursula Müller blickte noch einmal zurück und erzählte den Mitarbeitern von den Anfängen der Harburger Tafel vor 19 Jahren. „Damals bekamen wir fast nur Kohl zum Weitergeben“, sagte sie, „mittlerweile sind wir gewachsen und unterhalten Ausgabestellen in Neuwiedenthal, Buchholz und Winsen. Ein Team ehrenamtlicher Mitarbeiter versorgt rund 1200 Familien mit Lebensmitteln. Wir sind ein Treffpunkt, bei dem viele Gespräche entstehen und Rezepte ausgetauscht werden. Unseren Harburger Nachbarn, wie zum Beispiel dem Löwenhaus, dem Kennedy-Haus und dem Mädchentreff geben wir ebenfalls Essen ab.“

Sie appelliert an alle, die noch zögern, die Harburger Tafel aufzusuchen, vorbeizukommen: „Wer in Not ist, sollte sich dienstags bis freitags in der Zeit von 10 bis 12 Uhr anmelden.“