Harburg
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Weihnachtsmarkt hat grünes Licht

Schon ab nächster Woche geht es vor dem Harburger Rathaus um das große Fest. Der frühe Start hat mehrere Gründe

Harburg. Nächsten Donnerstag um 17.30 Uhr eröffnet der Harburger Weihnachtsmarkt. Zwar mag im goldenen Herbst noch niemand glauben, dass er demnächst Lust auf Glühwein und Schmalzgebäck verspürt, aber die Zeit drängt tatsächlich: Erstens wollen die Veranstalter des Harburger Marktes, zu den ersten gehören, die in Hamburg ihre Buden öffnen – in der Tat liegen sie zeitgleich mit St. Pauli und knapp hinter Wandsbek – zweitens beginnt die Adventszeit in diesem Jahr ziemlich früh und dann findet am ersten Advent auch noch das Olympia-Referendum statt, so dass man ein Wochenende davor eröffnet, um nicht zu kollidieren.

Wegen der milden Temperaturen macht sich Weihnachtsmarkt-Chefin Anne-Kathrin Rehberg keine Sorgen: „Das hatten wir in den letzten Jahren auch“, sagt sie. „und ich hatte anfangs tatsächlich Befürchtungen, dass sich das auf die Glühwein-Umsätze auswirkt, aber der Harburger Weihnachtsmarkt wird auch bei solchem Wetter nicht nur gut, sondern jedes Jahr besser angenommen.“

Damit das so bleibt, feilen Rehberg und ihr Team jedes Jahr an Konzept und Programm, sehen, was gut ankommt, und wo etwas verbessert werden muss. Der rathausseitige Sektor des Marktes zum Beispiel, hatte zu Anfang geschwächelt. Im letzten Jahr bauten die Veranstalter die Buden dann so auf, dass sie einen Rundgang ergeben. „Das hat schon einiges gebracht“, sagt Anne-Kathrin Rehberg, „aber im letzten Jahr war es dort noch etwas zu dunkel. Wir werden deshalb in diesem Jahr mehr Licht auf diese Seite bringen. Hier wird eine kleine Weihnachtspyramide zum Verweilen und Klönen einladen.“

Überhaupt will Rehberg den geselligen und kommunikativen Charakter des Marktes betonen. „Wenn hier Arbeitskollegen nach Feierabend noch auf einen After-Work-Absacker-Glühwein zusammenkommen oder Familien sich hier am Wochenende verabreden, haben wir etwas richtig gemacht“, sagt sie.

Gastronomie und Geselligkeit ist ein Aspekt des Weihnachtsmarktes. Kultur ein anderer. Das Spektrum ist breit Musikalisch reicht es beispielsweise von täglicher Turmmusik über ein Kurzkonzert der Harburger Kantorei bis hin zu Jazz unter dem Weihnachtsbaum. Zentrale musikalische Veranstaltung ist die Aktion „Harburg singt“, bei der am 13. Dezember der Kult-Chorleiter Peter Schult Hamburgs größten Weihnachtschor auf die Beine stellen will.

In einem Aktionszelt werden sich Harburger Künstler und Kunsthandwerker ebenso präsentieren, wie soziale Einrichtungen, die im Hamburger Süden tätig sind. Auch Werner Meinecke zieht es mit seinem Harburger Geschichte-Panorama diesmal ins Aktionszelt, so dass seine Bude kurzfristig frei wurde. Wer Interesse hat, kann sich noch bei Anne-Kathrin Rehberg melden. Am besten würde noch ein Spielzeugstand ins Sortiment passen.

An den Verkaufsständen soll es nicht nur vorgefertigte Waren geben. Ein Kunstschmied und eine Weihnachtskugelbemalerin werden bis zum 17. Dezemberunter den Augen ihrer Kundschaft arbeiten und nehmen auch Bestellungen entgegen.

Um die ganze Innenstadt in Stimmung zu bringen, wird die grüne Beleuchtung der Rathausäume übrigens bis zur Knoopstraße ausgeweitet.

Das vollständige e Programm ist unter www.harburger-weihnachtsmarkt.de im Internet einsehbar.