Harburg
Buchholz

Tunnel-Zeitplan gerät ins Stocken

Technische Probleme bei der Baugrunduntersuchung behindern Planung zum Mühlentunnel

Buchholz. Die Planungen für den Neubau des Buchholzer Mühlentunnels geraten einmal mehr ins Stocken. Eigentlich sollte der Stadtplanungsausschuss in seiner Sitzung Ende April die öffentliche Auslegung der Planung in die Wege leiten. Dieser Termin ist nach Angaben von Stadtbaurätin Doris Grondke nun nicht mehr zu halten.

Als Grund für die Verzögerungen nennt die Stadt technische Probleme bei der Untersuchung des Bahndamms. Dadurch lag das entsprechende Gutachten erst später vor. Dieses Gutachten ist Grundlage für die Festlegung auf ein bestimmtes Bauverfahren. Und das wiederum ist Voraussetzung, um ein Lärmgutachten erstellen zu können, das das Eisenbahnbundesamt angefordert hat, denn der Lärmpegel ist abhängig von den eingesetzten Maschinen. All diese Dokumente sind erforderlich, um die Pläne für den Tunnelbau öffentlich auslegen zu können. „Solche Zeitverzögerungen sind bei einem derart komplexen Vorhaben schwer zu vermeiden“, sagte Doris Grondke. Sie sei aber optimistisch, dass der Gesamtzeitplan noch eingehalten werden kann.

Der neue Mühlentunnel soll 2019 eröffnet werden. Eine erste Verzögerung bei der Planung hatte es gegeben, weil die Ausschreibung wegen eines Verfahrensfehlers wiederholt werden musste. Der in der Ausschreibung unterlegene Ingenieur hatte mit Erfolg gegen die Stadt geklagt. Nach bisherigem Planungsstand sollte Bebauungsplan- und das Genehmigungsverfahren in diesem Herbst abgeschlossen sein, die Ausschreibung folgt dann im Winter 2015/16. Weil der neue Tunnel abseits der jetzigen Trasse gebaut wird, muss auch der Steinbach verlegt werden. Das soll 2016 geschehen. Die eigentlichen Tunnelbauarbeiten sind für die Jahre 2017/18 geplant. 2019 werden vor der Eröffnung die neuen Verkehrsanschlüsse gebaut. So soll die Durchfahrt zur Bremer Straße hin in einen Kreisverkehr münden.