Harburg
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Verwirrung und Verärgerung um die Beachclub-Frage

Linke fordern mehr Transparenz bei der Standortwahl. Bezirksamtsleiter mahnt zur Ruhe

Harburg. Die Harburger Linksfraktion zeigt sich überrascht über die Entwicklungen rund um den Harburger Beach-Club. Grundsätzlich begrüßt die Linke die Entscheidung der Verwaltung, den Beachclub möglichst ohne Zwischenstandort an den Treidelweg zu verlegen, heißt es in einer Mitteilung der Fraktion, Allerdings fordern die Linken Transparenz in der Standortfindung und fordern darüberhinaus, dass der Beachclub-Betrieb öffentlich ausgeschrieben wird.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU in der Harburger Bezirksversammlung, Uwe Schneider, hatte am Mittwoch verlautbart, die Verlagerung des Beach Clubs an den Treidelweg sei in trockenen Tüchern. Das überraschte in Harburg einige. Bezirksamtsleiter Thomas Völsch ließ ein verschnupftes Statement versenden. Kernsatz: „Ich empfehle dringend, dass nicht jeder Zwischenstand öffentlich kommuniziert und kommentiert wird.“Sprich: In trockenen Tüchern ist noch nichts und laute Spekulationen gefährden die Verhandlungen.

Die Linke allerdings verlangt gerade jetzt Transparenz: „Harburgerinnen und Harburger dürfen nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden“, sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken, André Lenthe. Offensichtlich, so Lenthe, habe die CDU vor allen anderen Parteien Informationen aus der Verwaltung erhalten und weiter verbreitet. „Das ist ein ungeheuerlicher Vorgang. Die Harburger CDU-Fraktion ist nicht das Presseorgan der Harburger Verwaltung. Bei Informationen mit so einem politischen und kulturellem Wirkungsgrad, hat die Verwaltung allen Parteien gleichzeitig ihre Informationen zur Verfügung zu stellen“, meint Lenthe. In einer umfangreichen kleinen Anfrage fordern die Linken detaillierte Aufklärung über die Entscheidungsfindung.

Die eigentlich Beteiligten halten den Ball flach. Sowohl Beachclub-Pionier Heiko Hornbacher, als auch das Bezirksamt verweisen darauf, dass am Treidelweg noch wichtige Fragen zu klären seien und betonen, dass noch keine Entscheidung gefallen ist. „Alle Beteiligten sind sehr konstruktiv bei der Sache“, schreibt Völsch. „Wichtig ist, dass wir zu einem guten und für alle tragbaren Ergebnis kommen.“