Harburg
Heimfeld

Kein Geld für Heimfelds grüne Mitte

Pläne für eine seniorengerechte Parkfläche rund um die Rennkoppel liegen erst einmal auf Eis

Heimfeld. Seit zunächst Teile des Altenheims An der Rennkoppel und dann die alten Kasernengebäude an der Homannstraße abgerissen wurden, ist zwischen der Straße Gildering und der Homannstraße eine Grünfläche entstanden, die von den Heimfeldern zwar genutzt, von der Stadt allerdings nicht gestaltet wird. Die SPD-Abgeordnete Claudia Loss möchte das ändern und hat einen entsprechenden Antrag in den Regionalausschuss Harburg eingebracht:

„Diese Fläche ist umgeben von zwei betreuten Wohnanlagen, in der Homannstraße, dem Alten- und Seniorenwohnheim An der Rennkoppel, behindertengerechten Eigentumswohnungen im Gildering sowie einer 2013 fertiggestellten Wohnbebauung mit behindertengerechten Wohnungen“, schreibt sie in ihrer Antragsbegründung. „Deshalb ist diese Fläche optimal gelegen, für eine Anlage, die speziell auf Senioren ausgerichtet ist.“

Für diese „Grüne Mitte“ von Heimfeld schweben Loss seniorenspezifische Fitnessgeräte, ein Groß-Schachspiel sowie eine Boule-Fläche vor. Mit dem Antrag bittet sie die Verwaltung, zu prüfen, ob das möglich sei. Die Stellungnahme des Bezirksamts liegt nun vor.

Grundsätzlich sind die Behörden und die SPD-Abgeordnete einer Meinung: „Eine zu entwickelnde Neukonzeption, die die bereits vorhandene Grünfläche einbeziehen soll, wird die Bedürfnisse älterer Menschen besonders berücksichtigen“, lässt Bezirksamtsleiter Thomas Völsch Frau Loss und die SPD-Fraktion wissen und nennt als mögliche Planungselemente Sitzplätze und Ruhemöglichkeiten, Barrierefreiheit, Geräte für Bewegungsanreize sowie Flächen für Gesellschaftsspiele.

Das Fachamt „Management des öffentlichen Raums“ hatte deshalb bereits im Jahr 2005 auf dem ehemaligen Grundstück des Pflegeheimes „An der Rennkoppel“ den ersten Teil der Grünanlage „Grüne Mitte“ gestaltet. Nach dem Abriss des Kasernengebäudes an der Homannstraße erwarb der Bezirk die Fläche im Jahr 2014 um hier die „Grüne Mitte“ fortzuführen.

Das Geld dafür sollte aus dem Programm „Wohnungsbaufolgekosten“ der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt kommen. Mit diesem Programm fördert die Stadt Hamburg die Aufwertung von Grünanlagen als Ausgleich für die Vernichtung von Grünflächen durch die Hamburger Wohnungsbauoffensive, die 6000 neue Wohnungen jährlich in der Stadt schaffen will.

Allein: Offensichtlich erfüllt die Grüne Mitte die Förderkriterien des Programms nicht. Auf alle Fälle erhält das Fachamt die beantragten Mittel von der Stadtentwicklungsbehörde nicht. „Leider kann das Fachamt Management des öffentlichen Raums deshalb nicht tätig werden“, schreibt Völsch. Politik und Verwaltung müssen nun nach einer anderen Finanzierung suchen.