Harburg
Hittfeld

Hittfelder Helfer organisieren sich

Rund 80 ehrenamtliche wollen sich in fünf Arbeitskreisen um die Flüchtlingsbetreuung kümmern

Hittfeld. Die Hilfe für Flüchtlinge, die in der Hittfelder Unterkunft „Am Bauhof“ leben und leben werden, nimmt Fahrt auf. Rund 80 ehrenamtliche Helfer kamen zum zweiten Treffen zusammen, um die bislang entwickelten Ideen zu konkretisieren und umzusetzen. Alle wichtigen Institutionen, Verbände und Vereine der Gemeinde sind vertreten und bieten Unterstützung an. Die neue Unterkunft bietet Platz für 60 Asylbewerber.

Die zwei wichtigsten Punkte, das bestätigte auch die Schilderung eines Flüchtlings aus dem Iran, sind Deutschkurse und Mobilität. Asylbewerber, die bereits anerkannt sich, brauchen darüber hinaus Hilfe, eine Wohnung zu finden. Der Unterstützerkreis war sich darin einig, dass es vordringlich ist, ausreichend Deutschkurse anzubieten. Zum Thema Mobilität wird vor allem die Hittfelder Gruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) aktiv. Gesucht werden Fahrräder als Spende. Die Räder müssen nicht vollständig fahrbereit sein. Der ADFC will eine Fahrradwerkstatt mit Reparaturdienst anbieten. Heimleitung und Hausmeister wiesen beim Helfertreffen darauf hin, dass weitere Spenden von Elektrogeräten für die Unterkünfte keinen Sinn machen, da die Anschlussmöglichkeiten für die Geräte begrenzt sind, bereits viel gespendet worden ist und die Gefahr von Netzüberlastungen droht. Kleidung sollte nicht direkt an die Unterkunft, sondern an die bekannten Sammelorganisationen wie das Rote Kreuz gespendet werden.

Der Unterstützerkreis hat fünf Arbeitsgruppen gebildet, die sich in Zukunft jeweils getrennt treffen werden. So kümmert sich eine Gruppe um das Thema Deutschkurse, Englischkurse und die Vermittlung von Dolmetschern. Die zweite Gruppe widmet sich der Freizeitgestaltung und will Sporttreffen, Fahrradtouren oder Ausfahrten organisieren. Die dritte Gruppe wird Flüchtlinge bei ihren Besuchen bei Ärzten und auf den Ämtern unterstützen und will Patenschaften vermitteln. Eine weitere Gruppe kümmert sich um die Spenden, die täglich eingehen und schließlich soll auch ein Internationales Café eingerichtet werden.

Hittfeld Ortsbürgermeister Norbert Fraederich sagte: „Diese große Zahl an Helfern ist überwältigend. Es ist eine große Anzahl von Mitgliedern aus anderen Ortsteilen dabei. Danke an alle, die sich beteiligen.“