Harburg
Landkreis Harburg

Ländlich geprägte Regionen buhlen um EU-Millionen

Frist für die Bewerbung läuft aus. Auch der Regionalpark Rosengarten nimmt teil

Landkreis Harburg. Ländliche Regionen können sich in der neuen EU-Förderperiode wieder als LEADER- oder Integrierte ländliche Entwicklungsregionen (ILE) bewerben. Für die Bewerbung und spätere Umsetzung müssen Konzepte erstellt werden.

Bis zum 10. Januar müssen Integrierte ländlichen Entwicklungskonzepte (ILEK) und Regionale Entwicklungskonzepte (REK) beim Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg vorliegen. Dann beginnt für 21 Regionen aus dem Amtsbezirk der Wettbewerb um die Anerkennung als Förder-Region.

In Niedersachsen hatten ländliche Regionen seit dem 6. Juni 2014 die Möglichkeit, sich auf das Auswahlverfahren der zukünftigen LEADER- und ILE-Regionen vorzubereiten. Mit den Förderinstrumenten LEADER und ILE werden Regionen im ländlichen Raum unterstützt, die unter aktiver Beteiligung der lokalen Bevölkerung und Interessensgruppen Entwicklungskonzepte erstellen und diese mit einem Regionalmanagement umsetzen.

Das ILEK oder das REK ist Voraussetzung für die Teilnahme am Wettbewerb. Die Konzepte werden nun im Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg geprüft und zum 30. Januar dem niedersächsischen Landwirtschaftsministerium vorgelegt. Die Prüfung beschränkt sich zunächst auf Formalitäten. Denn nur Entwicklungskonzepte ohne formale Mängel nehmen am Wettbewerb teil.

Die Prüfung selber obliegt einem landesweit zuständigen Gremium aus externen Experten und aus den vier Ämtern für regionale Landesentwicklung. „Damit wird eine objektive Entscheidung sichergestellt“, sagt Annika Wangerin.

Auch der Regionalpark Rosengarten bewirbt sich um die Fördergelder

Im ArL Lüneburg ist sie zuständig in elf Landkreise zwischen Nordsee, Aller und Wendland. Zuvor leitete sie das Lüneburger Teildezernat, das für die Landkreise Harburg, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Uelzen zuständig ist. „Nun werde ich allen „meinen“ Regionen die Daumen drücken, dass sie im Wettbewerb mit den Regionen der anderen Ämter die Nase vorne zu haben“, sagt sie.

Zusammen mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort hat sie die Konzepterstellung intensiv betreut. „Ich bin davon überzeugt, dass alle Regionen eine hervorragende Chance haben. Die Diskussionen in den Arbeitskreisen waren sehr fruchtbar. Dabei sind die regionalen Unterschiede zum Teil sehr deutlich geworden. Die Akteure haben sich mit der Situation in ihren Regionen intensiv auseinandergesetzt und vielfältige Lösungsansätze entwickelt.“ Etwa zwei Millionen Euro aus dem Europäischen Förderfond ELER stehen einer LEADER-Region in der Förderperiode bis 2020 zur Verfügung. Derzeit ist vorgesehen, dass bis zu 40 Regionen als LEADER-Regionen ausgewählt werden. Im näheren Zuständigkeitsbereich des ArL Lüneburg beteiligen sich die Regionen Achtern-Elbe-Diek, Elbtalaue, Naturparkregion Lüneburger Heide, Heideregion Uelzen, Regionalpark Rosengarten.