Harburg
Winsen

Landkreis lässt neues Radwegekonzept erstellen

Ingenieurbüro untersucht alle Strecken auf Zukunftstauglichkeit

Winsen. Der Landkreis Harburg hat bei der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses im Kreishaus in Winsen am Dienstag ein Radwegekonzept auf den Weg gebracht. Der Ausschuss stimmte für die Auftragsvergabe an das SAP-Ingebieurbüro aus Hannover, das schon für viele Städte und Gemeinden Radverkehrsnetze untersucht und bei der Optimierung und dem Ausbau von Radwegen beraten hat. Bei der Erstellung für den Landkreis werden erstmals nicht nur die Kreisstraße in das Wegenetz aufgenommen, sondern auch Landes- und Bundesstraßen. Sowohl der Alltagsradverkehr als auch die Nutzung durch Freizeitradler sollen in die Studie einfließen.

Zunächst will das Ingenieurbüro alle Radwege erfassen. Sie werden auf ihre Beschaffenheit, also Asphalt, Pflasterung oder Sand, untersucht und Mängel aufgenommen. Ebenfalls Eingang finden werden Unfalldaten, Verkehrsaufkommen oder auch Ride & Bike Plätze. Nach der Analyse wird dann ein schlüssiges Radverkehrsnetz erstellt, „alles kommt auf den Prüfstand und wird auf seine Zukunftstauglichkeit hin untersucht um möglichem neuen Bedarf zeitgerecht Rechnung tragen zu können“, sagte Projektleiter Dr. Peter Bischoff. Ein neues Radwegekonzept war nötig geworden, da das letzte von 2002 stammt und nur die Kreisstraßen berücksichtigt hatte. Inzwischen hat sich aber der Radverkehr verändert, viele Pendler radlen zum nächsten Bahnhof, um von dort zur Arbeit zu fahren. Ebenso nutzen immer mehr Touristen und Freizeitradler die Wege im Landkreis, außerdem rechnet man damit, dass sich Radschnellwege entwickeln werden, die größere Entfernungen verknüpfen und ein sicheres Befahren bei hohen Reisegeschwindigkeiten ermöglichen.

Ein weiterer Tagesordnungpunkt behandelte die Verkehrssituation an der Kreuzung Bendestorfer Straße und Kleckerwaldstraße (K54/K12). Hier kommt es immer wieder zu Unfällen, da die Straße ansteigt und sehr unübersichtlich ist. Nachdem der Ausschuss noch einmal die verschiedensten Lösungsvarianten von einer abknickenden Vorfahrtsregelung bis zu einer Ampelanlage diskutiert hatte, entschied man sich am Ende für eine Kreisellösung. Jetzt geht es an die Planfeststellung und die Erstellung eines Kostenplans, danach soll das Projekt im Bauausschuss verabschiedet werden.