Harburg
Meckelfeld

Säure-Anschlag auf Taxi Zitrone

Totalschaden: Taxi und Privatwagen waren nicht mehr zu retten. Unternehmer aus Meckelfeld wurde zum Opfer

Meckelfeld. Es ist schon spät. Die Einwohner Meckelfelds genießen ihre Nachtruhe. Hier und da sind ein Automotor oder ein anderes Geräusch zu hören, sonst ist es ruhig auf den Straßen. Doch am Morgen danach zeigt sich, dass die Nacht alles andere als friedlich war. Guido Melerski (43), Inhaber des Taxiunternehmens Taxi Zitrone, traut seinen Augen nicht, als er an diesem 21. August sein Haus verlässt, um seinen Arbeitstag wie gewohnt zu beginnen. Eines der Taxis hatte er am Abend zuvor direkt neben seinem Privatwagen am Haus abgestellt. Am Morgen standen zwar beide Autos noch an Ort und Stelle, allerdings mit eingeschlagenen Scheiben, der Innenraum mit ätzender Buttersäure verunreinigt.

Auch die anderen beiden Taxis, die sich zum Tatzeitpunkt auf dem Taxihof im Meckelfelder Gewerbegebiet befanden, wurden auf die gleiche Art und Weise beschädigt. Dass es sich hierbei nicht um einen Dummejungenstreich, sondern um einen geplanten Anschlag handelte, steht sowohl für Melerski als auch für die Polizei fest. Die Täter waren professionell und so leise vorgegangen, dass in der Nachbarschaft niemand etwas von dem nächtlichen Vorfall mitbekam. Die Polizei kommt mangels Indizien mit ihren Ermittlungen nur schleppend voran.

Urteil eines Kraftfahrzeuggutachters: Ein Mercedes Kombi und der Privatwagen des Unternehmers sind nicht mehr zu retten. Wirtschaftliche Totalschäden. Die anderen beiden Taxis, ein Toyota Prius und ein Mercedes, werden momentan in aufwendigen Schritten gereinigt und wiederhergestellt. Kosten pro Taxi: 5000 bis 10.000 Euro. Erschwerend kommt hinzu, dass zwei der vier Fahrzeuge noch finanziert werden und keines davon vollkaskoversichert war. Das bedeutet: Die Versicherung kommt nicht für Vandalismus-Schäden auf.

Die Kosten muss somit Guido Merlerski selbst tragen, und das, obwohl er momentan nicht einmal Einnahmen mit seinen Taxitouren erzielen kann. Aufgeben ist für ihn dennoch keine Alternative: „Ich betreibe die Firma nun seit vier Jahren und das Geschäft lief vor den Anschlägen sehr gut. Ich habe mir gemeinsam mit meinen Angestellten einen eigenen Kundenstamm aufgebaut und konnte daher gut von den Einnahmen leben.“ Neben den finanziellen Schäden bleibt jedoch noch etwas anderes fest im Gedächtnis verankert, nämlich die Angst. „Ein bisschen paranoid wird man schon. Angst um die Familie und um die eigene Person bleiben nach so einem Anschlag nicht aus“, so Melerski.

Aus diesem Grund hat er für Hinweise, die zur Klärung des Vorfalls beitragen, eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt. Telefonnummer: 040/18082988.