Harburg
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Bezirk will Mädchentreff nach Ferien selbst führen

Nach dem abrupten Ende des Frauenkulturhauses soll die Betreuung fortgesetzt werden

Harburg. Der beliebte Mädchentreff im ehemaligen Frauenkulturhaus an der Neuen Straße kann nach den Ferien wahrscheinlich wieder öffnen. Das Frauenkulturhaus in seiner alten Form wird es so wohl nicht mehr geben. In den Sitzungen des Gremiums, das die Fortführung des Gesamtangebots des Frauenkulturhauses vergeben sollte, konnte man sich mit den beiden Bewerbern für die Trägerschaft nicht einigen.

Das Angebot des einen Trägers erschien dem Gremium zu knapp kalkuliert, das andere zu wenig konkret. So empfahl die Kommission dem Jugendhilfeauschuss, die Bereiche Mädchenarbeit, Frauenkultur und Beratung einzeln zu vergeben. Kultur und Beratung sollen ruhen, bis ein neuer Träger da ist. Für die Mädchenarbeit soll der Bezirk kommissarisch als Träger einspringen.

Wer den Treff leitet, ist noch unklar. Wie berichtet, hatte der Trägerverein Insolvenz angemeldet, nachdem die Verwaltung erhebliche Rückforderungen von Zuwendungen veranlasst hatte.

Nur wenige Tage später hatte das Bezirksamt auch seine Zuwendungsbescheide für das 2014 in einem Gesamtvolumen von etwa 240.000 Euro zurückgezogen – das faktische Aus für die Einrichtung.