Harburg
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„Harburg muss nachlegen“

Die CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Birgit Stöver fordert den Bau weiterer Kita-Plätze im Bezirk

Harburg . An 15 Harburger Kindertagesstätten (Kita) müssen Eltern bis zu zwei Jahre auf einen Platz für ihren Sprössling warten. Das sei, so die Harburger CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Birgit Stöver, zu lange. Spitzenplätze in dem Ranking, das der Senat jetzt auf eine Anfrage von Stöver abgibt, belegen eine Kita in der Bremer Straße und eine Kita in der Harmsstraße in Harburg Mitte. Bis zu einem Jahr müssen Kinder warten, bis sie in den Kitas An der Rennkoppel1a und am Hans-Dewitz-Ring2c einen Platz bekommen. „Vor allem in sozial schwachen Gebieten wie in Heimfeld und in Harburg Mitte sind demnach die Nachfragen besonders hoch“, sagt Birgit Stöver. Richtig wäre es, so die CDU-Politikerin und mehrfache Mutter, durch Neugründungen und Erweiterungsbauten der steigenden Nachfrage nach zu kommen, vor allem in diesen Stadtteilen Harburgs.

Insgesamt, so die Forderung der Bürgerschaftsabgeordneten, müsse Harburg noch nachlegen, auch wenn die Anzahl der Plätze schon deutlich gestiegen sei. Im gesamten Bezirk Harburg, das geht aus der Senatsantwort hervor, gab es im Jahr 2009 genau 736 Kita-Plätze, ein Jahr später, 2010, standen im Bezirk schon 857 Kitaplätze zur Verfügung. Zum Stichtag 31. August 2013 konnte der Bezirk 1373 Plätze bieten. Seit dem 1. August besteht in Hamburg der Rechtsanspruch auf eine tägliche Betreuung von fünf Stunden für Kinder ab dem vollendeten Lebensjahr.

Trotz des gesetzlichen Anspruchs, warnt Birgit Stöver, gehe die Schere zwischen tatsächlich zur Verfügung stehenden Plätzen und dem wachsenden Bedarf weiterhin auseinander. „Im Jahr 2009 deckten sich Angebot und Nachfrage nach den Zahlen des Senats. In 2012 fehlten in Harburg bereits knapp 40 Kita-Plätze. Die Tagespflege nimmt diese Differenz aber nicht auf“, sagt die CDU-Politikerin. Andererseits, auch das ergibt die Antwort des Senats auf Stövers Anfrage, sind in Harburg einige Neu-, Um- und Erweiterungsbauten an bestehenden Kitas geplant und teilweise auch schon genehmigt. Dazu gehören unter anderem die Kitas am Museumsplatz1, an der Harburger Rathausstraße und der Buxtehuder Straße7. „Es ist extrem wichtig, dass zugezogene Familien angemessen und wohnortnah Kita-Plätze bekommen, damit sie sich integrieren können“, so Stöver.