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Buchholz

Chinesen gehen an den Trelder Berg

Im Buchholzer Gewerbegebiet soll die Europazentrale für Montage und Entwicklung entstehen

Buchholz. Lange Zeit war das Gewerbegebiet Trelder Berg ein Sorgenkind für die Stadt Buchholz. Die Flächen des insgesamt 64,8 Hektar großen Areals, von denen 34,5 Hektar Bauland sind, wollten sich einfach nicht füllen. Jetzt gibt es einen Lichtblick: Ein chinesisches Unternehmen lässt sich an der Ritscherstraße nieder. Auf 17.000 Quadratmetern will die Firma ihre Europazentrale für Montage und Entwicklung bauen. Geplant sind auch ein Ersatzteillager, Büros und eine Werkswohnung. Künftig sollen bis zu 35 Mitarbeiter in der Europazentrale tätig sein.

Um welches Gewerbe es sich konkret handelt, will die Stadt auf Nachfrage noch nicht mitteilen. Stadtsprecher Heinrich Helms verrät nur, dass es zumindest kein Unternehmen aus dem Autobau sein wird. Bisher dominiert auf dem Areal an der Bundesstraße 75 die Automeile mit Händlern wie Toyota, Renault oder BMW und Mercedes sowie Firmen aus der Fahrzeugtechnik und Autolackiererei.

„Das Unternehmen war auf der Suche nach einem Standort in Norddeutschland“, kommentiert Bürgermeister Wilfried Geiger den aktuellen Zuzug der Chinesen, der von den Maklern von Engel und Völkers vermittelt wurde. Dass die Wahl auf den Trelder Berg gefallen sei, zeugt seiner Meinung nach von der „ausgezeichneten Qualität“ dieses Standortes.

„Die Entscheidung verdeutlicht, dass das Gewerbegebiet am Trelder Berg strategisch sehr gut aufgestellt ist.“ Mit dem Baubeginn rechnet Geiger, der selbst zur Bürgermeisterneuwahl im Mai nicht mehr antreten wird und jetzt seine letzten Monate im Amt bestreitet, noch im Laufe dieses Jahres.

Erst kürzlich hatte die DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft, die das Gewerbegebiet zusammen mit der Stadt vermarktet, mitgeteilt, dass weitere Firmen Flächen erworben haben. Zum einen war das die bereits ansässige Firma Heinz Husen, die sich um 6000 Quadratmeter erweitern will. Zum anderen hat die Arthur Wulf Fasshandel GmbH & Co. KG 11.000 Quadratmeter aufgekauft, und zum dritten will die CSS Kunststofftechnik mit fünf Mitarbeitern nach Buchholz ziehen und sich auf 3000 Quadratmetern niederlassen.

Es tut sich also was am Trelder Berg, was jedoch den Plänen der Stadt keinen Abbruch tut, den Vertrag mit der DSK zum Jahresende auslaufen zu lassen. Vom Jahr 2015 an will sich die Stadt selbst um die Vermarktung der restlichen Flächen am Trelder Berg und der neuen Flächen des erweiterten Gewerbegebiets Vaenser Heide kümmern. Dazu gründet sie eine Grundstücksverwaltungs- und Entwicklungsgesellschaft in Form einer Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR).

Diese neue Gesellschaft wiederum könnte sich in Zukunft aber nicht nur um Gewerbeflächen kümmern, sondern auch um die Entwicklung von Wohnbauland oder die Wohnungsverwaltung. Aus diesem Grund ist der Anstaltszweck sehr weit gefasst.