Wilstorf

Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Oberbaudirektor Walter

Heinrich Küpers, Anwohner in der Winsener Straße65, hat jetzt eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Hamburgs Oberbaudirektor Jörn Walter eingereicht.

Wilstorf. Küpers wirft den Hamburger Baubehörden vor, dass sie „die Luftreinhaltepläne, wie sie die Richtlinie 2008/50/EG des europäischen Parlaments und des Rates vom 21. Mai 2008 über Luftqualität und saubere Luft für Europa fordert, in fahrlässiger Weise missachten“, heißt es in der Beschwerde, die dem Hamburger Abendblatt vorliegt.

Konkret geht es um den geplanten Neubau an der Winsener Straße in Höhe der Hausnummer80. Wie mehrfach berichtet, plant der Bezirk Harburg, die Baulücke an der viel befahrenen Bundesstraße zu schließen. Aus Sicht der Anwohner wird damit eine für die Absorption von Feinstaub überaus wichtige Grünfläche an der Winsener Straße ohne Not zerstört. Küpers und seine Mitstreiter befürchten durch die Bebauung auch eine Steigerung der Lärmbelastung, weil durch den Neubau eine künstliche Schlucht entsteht.

Küpers wirft in seiner Dienstaufsichtsbeschwerde dem Oberbaudirektor vor, es zuzulassen, „dass für über 100 Familien ein ‚Zuhause‘ in einer Zone gebaut wird, von der die Behörde jetzt schon weiß, dass die Luftschadstoff Belastung weit über der europäischen Richtlinie und em Bundesimmissionsschutz Gesetz liegt“. Der Neubau soll nach den Plänen direkt gegenüber dem Harburger Busdepot der Hamburger Hochbahn entstehen.