Harburg

Saga verkauft Liegenschaften an private Bauträger

Die Saga/GWG darf Liegenschaften, die sie von der Stadt Hamburg gekauft hat, weiterverkaufen.

Harburg. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft hat zwar den klaren Auftrag, auf diesen Grundstücken Wohnungen zu bauen, kann den Auftrag aber auch Dritten übergeben. Das geht aus der Senatsantwort auf die Schriftliche Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Dietrich Wersich hervor. Die Anfrage, unter anderem initiiert von der Harburger CDU-Fraktion in der Bezirksversammlung, bezog sich konkret auf das Grundstück an der Winsener Straße, das jetzt mehrgeschossig bebaut werden soll (das Abendblatt berichtete mehrfach).

Das Bezirksamt Harburg, so der Senat in seiner Antwort, habe aus "städtebaulichen Erwägungen eine ganzheitliche Entwicklung mit dem benachbarten Grundstück" für erforderlich gehalten. Das heißt, die Saga verkauft ihren Teil der Fläche an die FeWa, eine private Wohnungsbau GmbH aus Hamburg, damit die FeWa ihr Grundstück an der Winsener Straßen arrondieren kann, der Wohnkomplex größer geplant werden kann. Darin, dass aber die Saga beim Kauf des Grundstückspakets, zu dem mehrere Grundstücke in der gesamten Stadt gehören, auch die Verpflichtung zum Bau von Wohnungen übernommen hat, und zumindest in der Winsener Straße nicht selbst baut, sieht der Senat offenkundig kein Problem.

In jedem Fall, so der Senat, aber müsse garantiert sein, dass bei einer Weiterveräußerung der Flächen trotzdem Wohnungen gebaut werden.

Für bedenklich hält Ralf-Dieter Fischer, Fraktionschef der Harburger CDU, nach wie vor die Tatsache, dass das Grundstück ohne öffentliche Ausschreibung weiterverkauft werden soll. Wie berichtet, laufen derzeit noch die Kaufverhandlungen. "Der Eindruck der Mauschelei wird dadurch verstärkt, dass ein privater Bauträger ohne Ausschreibung ein städtisches Grundstück erwerben kann", so Fischer.