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Francoper Spülfeld bleibt vorerst eine Entsorgungsanlage

"Wie geht es mit dem Francoper Spülfeld weiter?", wollte die SPD-Fraktion in der Bezirksversammlung Harburg in einer Kleinen Anfrage an die zuständige Fachbehörde des Senats wissen.

Francop. Geplant und verkündet sei gewesen, das ehemalige Spülfeld in der Alten Süderelbe in ein Naherholungsgebiet auszuweisen und umzuwandeln. Bislang ist daraus noch nichts geworden. Das veranlasste die Fraktionsmitglieder Günter Piehl, Michael Dose und Arend Wiese mal nachzuhaken und nach dem Stand der Dinge zu fragen.

Die drei Sozialdemokraten wollten wissen, "wann das Spülfeld als Naherholungsgebiet frei gegeben wird, und wann die zugesagte Fußgänger- und Fahrradbrücke nach Finkenwerder gebaut" werde. Die Antwort aus der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) fällt recht dürftig aus. Die Behörde weist darauf hin, dass das Spülfeld de facto nach wie vor" eine Entsorgungsanlage, die den Bestimmungen des Abfallrechtes unterliegt" sei. Freigegeben werden könne sie erst "nach Abschluss der Nachsorgearbeiten".

"Der genaue Zeitplan", so heißt es weiter in der Antwort der BWVI, bedürfe einer weiteren Abstimmung zwischen der Hamburg Port Authority (HPA) und den "zuständigen Behörden. Ein genaues Datum stehe hierfür noch nicht fest. Völlig ernüchternd aber fällt dann die Antwort auf die dritte Frage der Harburger SPD-Fraktion aus: Für den Brückenbau "gibt es derzeit keinen Zeitplan, da die Anbindung der Wegverbindung auf der Nordseite der Alten Süderelbe nicht geklärt ist", heißt es aus der Fachbehörde. "Eigentlich heißt das, HPA hat das Geld nicht für die Brücke. Und so lange die SPD in Hamburg regiert, sehe ich nicht, dass diese Fußgängerbrücke überhaupt gebaut wird", kommentiert CDU-Fraktionschef Ralf-Dieter Fischer die Antwort auf die SPD-Frage.