Wilhelmsburg

Windmühle und Backhaus sollen Museum werden

Seit gestern ist die Wilhelmsburger Windmühle "Johanna" an der Schönenfelder Straße nicht mehr allein. 30 Meter daneben steht jetzt das lange ersehnte Backhaus.

Wilhelmsburg. Gestern wurde es feierlich eingeweiht. Mehr als zehn Jahre hatten sich zuvor Grundstücksverhandlungen hingezogen, Geldgeber waren gesucht worden. Ein Jahr lang wurde gebaut. Viele Wilhelmsburger Bürger und Firmen beteiligten sich mit Geld-, Sach- und Dienstleistungen.

Jutta Blankau, Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt, Uli Hellweg, Geschäftsführer der Internationalen Bauausstellung (IBA) und Carsten Schmidt, Vorsitzender des Windmühlenvereins nahmen an der Eröffnung teil. Das Backhaus ist das kleinste der 60 IBA-Projekte. Das 8,3 Meter hohe Fachwerkhaus hat eine Grundfläche von acht mal sieben Metern, darauf ein Holzbackofen, nach historischem Vorbild aus dem Kiekeberg-Museumsdorf.

180.000 Euro waren als Bausumme kalkuliert. Neben den 50.000 Euro von der IBA hatte Jutta Blankau als Schirmherrin 20.000 Euro aus der Behördenkasse beigesteuert. Und ansonsten gab es viele Spender, darunter die Haspa, die 5000 Euro beisteuerte.

Schon der frühere Müller Christoph Bünso, hatte von 1756 bis 1775 neben der Mühle eine so genannte Weißbäckerei betrieben. An Backtagen des Mühlenvereins und der Landfrauen wird im neuen Backhaus aus Roggenschrot und Weizenmehl künftig Wilhelmsburger Mühlenbrot und Blechkuchen gebacken. Die Stadtteilschule Stübenhofer Weg wird das Backhaus unter anderem für Weiterbildung nutzen. Die denkmalgeschützte Windmühle und das Backhaus sollen "Hamburger Erlebnis-Mühlenmuseum" werden.